Berichte enthüllen die Existenz von islamistischen Trainingslagern für Kinder in Congo

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John Pontifex

 

150720_ruwenzori

Ruwenzori-Gebirge

Königstein/Surrey, 20. Juli 2015. In Zentralafrika sollen Berichten zufolge, die ein dort tätiges führendes katholisches Hilfswerk erreicht haben, dschihadistische Trainingslager mit bis zu 1500 Kindern ab neun Jahren entdeckt worden sein.

Dem katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ nahestehende Quellen – die aus Sicherheitsgründen ungenannt bleiben müssen – berichten, dass in der Demokratischen Republik Kongo Kinder aus armen Verhältnissen von der Straße weggelockt und in abgelegene Lager verschleppt werden, wo sie von Angehörigen der islamistischen Miliz brutalisiert und indoktriniert werden.

In mindestens drei Lagern wurden im Osten der Demokratischen Republik Kongo, im Ruwenzori-Gebirge, Knaben in Tarnkleidung beobachtet, die unter Aufsicht von bewaffneten Soldaten militärische Übungen ausführten.

Weiter wird von bis zu sechzig, mit Burka bekleideten Mädchen berichtet, die zusammengekauert in einem Lager auf ihre Zwangsverheiratung mit islamischen Kämpfern vorbereitet wurden.

 

Bilder sind mehr als verstörend

Maria Lozano, stellvertretende Leiterin Kommunikation von Kirche in Not International

Maria Lozano, stellvertretende Leiterin
Kommunikation von Kirche in Not International

In Reaktion auf die Berichte sagte Maria Lozano, stellvertretende Leiterin Kommunikation von Kirche in Not International: „Wir haben Zugang zu einer Vielzahl an Material erhalten, das über die Art der Lager Aufschluss gibt. Fotos zeigen, wie Kinder in Kampfkleidung zwischen neun und 15 Jahren von Gewehre schwenkenden Soldaten militärisch gedrillt werden. Die Bilder, die wir gesehen haben, sind sehr mehr als verstörend.“

 

Kinder weggelockt

Eines der Lager liegt in Medina, etwa fünfzig Meilen von der Stadt Beni entfernt, in einem Gebiet, wo seit Oktober 2014 fast 500 Menschen bei mehreren Massakern getötet wurden.

Maria Lozano weiter: „Wir sind in großer Sorge um die Kinder, die mit dem Versprechen, so der Armut entfliehen zu können, von der Straße weggelockt wurden. Einige der Kinder sind Waisen, andere haben ihre Familien verlassen, nachdem islamistische Werber ihnen vorgegaukelt haben, sie bekämen die Möglichkeit, im Nahen Osten, Europa oder Kanada zu studieren. Was die Mädchen betrifft, werden diese nach unseren Informationen zur Heirat gezwungen und dann wie Sexsklavinnen behandelt.“

 

UN-Friedenstruppen beteiligt

Islamisches Zentrum im Nordosten von Kongo

Islamisches Zentrum im Nordosten von Kongo

Nach den Quellen von Kirche in Not steht das plötzliche Entstehen der Dschihadisten-Lager mit den UN-Friedenstruppen in Verbindung: Es stehe zu befürchten, dass diese entweder direkt an der Errichtung der Lager beteiligt sind oder es absichtlich unterlassen, etwas gegen sie zu unternehmen.

Einige Mitglieder der UN-Mission für die Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo sollen fundamentalistische Moslems aus Pakistan sein, die in ihrer Freizeit in dem afrikanischen Land Koranschulen einrichten und beim Bau von Moscheen mithelfen.

Gemäß den Informanten von Kirche in Not wurden Moscheen in Gebieten gebaut, wo früher praktisch keine Muslime lebten.

Maria Lozano erklärt: „Die Menschen fühlen sich von den UN-Soldaten nicht geschützt. Die Informationen, die uns vorliegen, deuten im Gegenteil darauf hin, dass diese die Dschihadisten-Lager sogar noch unterstützen oder zumindest nichts gegen die Indoktrinierung und die barbarische Behandlung von Kindern unternehmen.“

Das „Journal of International Organizations Studies“ erwähnt in der Ausgabe von 2014, dass 28 der 44 im Gebiet um Medina befindlichen Moscheen, also 60 Prozent, zwischen 2005 und 2012 errichtet wurden.

Zudem ist Berichten zufolge die Anzahl der Muslime im Osten der Demokratischen Republik Kongo innerhalb weniger Jahre von einem auf zehn Prozent angestiegen.

Die katholischen Bischöfe der im östlichen Landesteil gelegenen Erzdiözese Bukavu haben im vergangenen Mai einen offenen Brief an den Staatspräsidenten, die Vereinten Nationen sowie an führende Staatsmänner auf der ganzen Welt gerichtet, in dem sie das Ansteigen von dschihadistischem Fundamentalismus in einer traditionell christlich geprägten Region beklagen, wo es bisher nur sehr wenige Muslime gab.

Maria Lozano dazu: „Seit dem dringenden Aufruf der Bischofskonferenz an den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo und weitere führende Persönlichkeiten ist bereits ein Monat vergangen, doch niemand hat etwas unternommen.“

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