Bewahrt Christen vor der „Auslöschung“ in Irak und Syrien

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Koordinator der Flüchtlingshilfe: Regierungen müssen etwas für die Christen tun, sie sind das Hauptziel der Extremisten

151202 jaar_3Königstein/Surrey, 01.12.2015. Christen aus dem Nahen Osten leiden am stärksten, aber die meisten westlichen Regierungen ignorieren ihre Not, so ein leitender Koordinator der Flüchtlingshilfe, der warnte, dass extremistische Islamisten Gruppen von Menschen, die in Europa Asyl suchen, infiltrieren. Wie Pfarrer Khalil Jaar von der Messengers of Peace Association sagte, werden Christen von den eindringenden Kämpfern des sogenannten Islamischen Staates „ausgelöscht“, der die Christen zu seinem Hauptziel erklärt habe.

Der in Jordanien tätige Geistliche, der Tausenden in die Hauptstadt Amman strömenden Menschen eine Unterkunft bietet und für ihre Schulbildung sorgt, sagte weiter, er kritisiere aus diesem Grund die westlichen Regierungen – unter anderem Großbritannien –, die vorschlagen, Flüchtlinge aus den großen Lagern aufzunehmen.

 

Ein besseres Leben

Pfarrer Khalil Jaar hob hervor, dass Christen und andere Minderheiten bei der Asylsuche in Europa keine gleichberechtigten Chancen erhalten. Im Gespräch mit dem katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ sagte Pfarrer Khalil, einige der Flüchtlinge, die nach Europa kommen, seien Sympathisanten des sogenannten Islamischen Staates. Es gebe Hinweise, die sich aus seinen vielen Gesprächen mit Asylsuchenden und aus Syrien und Irak  kommenden Berichten ergeben.  Wie er sagte, sehe er eine „direkte Verbindung“ zwischen dem Zustrom der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten im Laufe der letzten Monate und dem Terroranschlag in Paris im November. Pfarrer Jaar sagte, die meisten Flüchtlinge seien keine Asylsuchenden, sondern Wirtschaftsflüchtlinge, die ein besseres Leben wollen.

Er sagte: „Der Westen hat völlig versagt zu erkennen, was im Nahen Osten geschieht.“ „Die meisten der nach Europa strömenden Flüchtlinge sind Menschen, die ein besseres Leben wollen. Wenn sie wirklich Asylbewerber wären, hätten sie es akzeptiert, im ersten Land zu bleiben, dass ihnen Asyl gewährt.“ „Die echten Flüchtlinge sind auf der Strecke geblieben.“

 

Die christliche Präsenz auslöschen

151202 jaar_2„Warum tut der Westen nicht mehr für Christen und andere Minderheiten? Das sind diejenigen, die am stärksten leiden.“„Wenn die Christen in Syrien und Irak bleiben, laufen sie Gefahr, von islamistischen Extremisten eliminiert zu werden. Und wenn sie im Ausland in den großen Flüchtlingslagern Schutz suchen, werden sie von denen, die schon dort sind, misshandelt.“

Wie der Pfarrer sagte, üben islamistische Gruppen extremen Druck auf Christen in Syrien und Irak aus, zum Islam zu konvertieren, sich durch Zahlung der Kopf-Steuer freizukaufen, sonst werden sie umgebracht. Laut Aussage des Pfarrers werden solche Drohungen von eindringenden islamistischen Gruppen, einschließlich der Al-Nusra Front, Jaish al-Islam und Ahrar al-Scham ebenso wie vom sogenannten Islamischen Staat ausgesprochen.

Laut Pfarrer Jaar kommen die meisten der in Syrien kämpfenden Gruppen  aus dem Ausland und er sagte: „Immer wenn [die islamistischen Gruppen] ein Gebiet einnehmen, gehört es zu ihren ersten Zielen, die christliche Präsenz auszulöschen.“ „Die am meisten gefährdeten Menschen sind die Christen.“

Gegenüber Organisationen wie „Kirche in Not“ und „Iraqi Christians in Need“ (ICIN), einem weiteren Hilfswerk mit Sitz in Großbritannien sowie anderen internationalen gemeinnützigen Nichtregierungsorganisationen äußerte er sich anerkennend und sagte, dass Christen, die in Jordanien und anderen Ländern ankommen, völlig auf deren Hilfe angewiesen seien.

Im Sommer habe ihm Joanna Wronecka, Leiterin der Delegation der Europäischen Union in Jordanien, mitgeteilt, dass es keine Mittel zur Unterstützung irakischer Flüchtlinge gäbe, nur für Syrer. Sie habe gesagt, dies sei die Anweisung der Geberländer. Dies kommentierte Pfarrer Khalil gegenüber „Kirche in Not“ mit folgenden Worten: „Das ist Diskriminierung. Sowohl irakische als auch syrische Flüchtlinge sind Opfer der gleichen Gewalt und Einschüchterung.“

Zur Arbeit von Pfarrer Kahlil in seiner Gemeinde Marka, einem Vorort der jordanischen Hauptstadt Amman, gehört die Unterstützung von 450 christlichen Familien aus dem Irak. 12 Familien leben auf dem Gelände der Pfarrei, die anderen in Unterkünften, die mit den von Organisationen wie ICIN und „Kirche in Not“ bereitgestellten Mitteln angemietet wurden.

Der Pfarrer bedankte sich bei „Kirche in Not“ und sagte: „Wenn „Kirche in Not“ den irakischen Flüchtlingen in Erbil nicht helfen würde, befänden sich die Christen in einer verzweifelten Lage.“ Darüber hinaus bedankte sich Pfarrer Jaar auch bei ICIN und Caritas und allen privaten Spendern. „Ich möchte allen danken, die uns unterstützen – sei es auf offiziellen oder persönlichen Wegen. Wenn diese Organisationen sich nicht um diese irakischen Flüchtlinge kümmern würden, wären sie verlassen.“

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