„Damit wir in unserer geliebten Heimat bleiben können“ Irak und Syrien

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„Kirche in Not“ ruft auf Bitte der Patriarchen aus Syrien und dem Irak eine weltweite Kampagne aus: „Fastet und betet mit uns am Aschermittwoch“.

Königstein, 28.01.2016. In einem dramatischen Appell an „alle, die uns durch „Kirche in Not“ helfen“, bitten Gregorios III. Laham, der Patriarch der melkitisch-griechisch-katholischen Kirche in Syrien, und Louis Raphael I. Sako, Patriarch der chaldäisch-katholischen Christen im Irak, um einen Tag des Betens und Fastens, damit Gott „unserem Land endlich den ersehnten Frieden schenken möge“. In getrennten Briefen an die Spender und Freunde von „Kirche in Not“ bitten die beiden Kirchenführer in Syrien und im Irak, sich am Aschermittwoch dem Beten und Fasten für die Christen im Irak und in Syrien anzuschließen. Der Aschermittwoch solle der gemeinsame Tag des Flehens zu Gott sein.

Kirche in Not ist für uns wie eine Mutter

Patriarch Louis Sako aus Irak

Patriarch Louis Sako aus Irak

Beide Patriarchen danken den Spendern für die Hilfe, ohne die „viele von uns tot, verhungert, erfroren oder schon geflohen“ wären. Wörtlich schreibt Patriarch Sako: „Wir alle sind dankbar für diese Hilfe. Was wir aber am meisten brauchen ist Barmherzigkeit. Deshalb bitte ich Sie zu Beginn dieser Fastenzeit und ganz besonders für den Aschermittwoch: Beten und fasten Sie für den Frieden in unserem Land! Beten und fasten Sie, damit Gott sich unser erbarme! Beten und fasten Sie, damit wir in unserer Heimat bleiben können, damit die Flüchtlinge in ihre Dörfer und Städte zurückkehren können“. Der Krieg im Irak und in Syrien nehme „apokalyptische Ausmaße“ an. Die Menschheit stehe vor der größten humanitären Katastrophe seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, so der irakische Patriarch. Einst blühende Städte wie Mosul und die Dörfer in der Ebene von Ninive seien nur noch Trümmerfelder. „Wer fliehen konnte, floh. In den Flüchtlingslagern warten Millionen Kinder auf tägliches Brot, sie dürsten aber nach Zukunft, sie wollen Schulen und ein Zuhause. Sie wollen zurück in ihre Heimat, so wie ihre Eltern und Verwandten“. „Kirche in Not“ sei in dieser Situation „für uns wie eine Mutter“, erklärte Patriarch Sako. „Ich weiß, dass Sie dies auch aus Liebe zu Christus tun. Deshalb meine Bitte: Beten und fasten Sie, damit wir in unserer geliebten Heimat bleiben können. Damit es auch für uns eine Auferstehung aus den Trümmern, ein Ostern im Land Abrahams geben kann.“

Auch der Herr selbst brauchte Tröster und Helfer

Patriarch Gregorios aus Syrien

Patriarch Gregorios aus Syrien

Patriarch Gregorius weist auf die dramatische Lage in Syrien, die „Wiege der Christenheit“, hin. „Tag für Tag wird unser Glaube auf die Probe gestellt. Wie sehen das Leid der Kinder, den Schmerz der Eltern, wir sind umgeben von Hass und Tod. Wir möchten in unserer geliebten Heimat wieder in Frieden leben können“. Seit fünf Jahren, so Gregorius, „durchschreiten wir nun die Wüste. Ihre beständige Hilfe ist für uns wie das Manna, das der Herr den Israeliten gesandt hat, um sie vor dem Hungertod zu retten“. Die Christen in Syrien „glauben unerschütterlich daran, dass der Weg des Kreuzes notwendig ist, um zur Herrlichkeit der Auferstehung zu gelangen. Dennoch hat auch der Herr selbst auf seinem Gang nach Golgotha Tröster und Helfer zur Seite gehabt: Symeon von Cyrene half Ihm das Kreuz zu tragen, die heilige Veronika reichte ihm das Schweißtuch, Seine heiligste Mutter und der Apostel Johannes standen unter dem Kreuz“. So hofften die Christen in Syrien „auf den Trost und den Beistand unserer Brüder und Schwestern“ und bitten nun herzlich darum, sich am Aschermittwoch „uns zu einem Tag des Fastens und des Gebetes anzuschließen, an dem wir gemeinsam Gott anflehen möchten, dass Er unserem Land endlich den ersehnten Frieden schenken möge“. Patriarch Gregorius schließt seinen Brief mit den Worten: „ Ihre Gebete, Ihre Ermutigung und ihre Unterstützung helfen uns auf unserem Leidensweg. Daher möchte ich noch einmal meine Einladung wiederholen: Bitte fasten und beten Sie mit uns! Es ist unmöglich, dass der Herr die vereinten Gebete und Opfer Seiner Kinder nicht erhört. Haben Sie für alles von Herzen Dank!“

fast and pray bothWeltweite Kampagne am Aschermittwoch

Die internationale Hilfsorganisation „Kirche in Not“ schließt sich dem Appell der Patriarchen an. Unter dem Motto “Willst du für einen Tag das Kreuz mit ihnen tragen? Faste und bete am Aschermittwoch für den Irak und Syrien“ ruft „Kirche in Not“ Christen in aller Welt auf, am Aschermittwoch (10. Februar) intensiv zu fasten und zu beten. So können sich Christen überall mit dem dramatischen Leiden ihrer Mitchristen in Syrien und dem Irak geistlich verbinden. In den sozialen Medien wird die Aktion mit den Hashtags #fastandpray, #carrythecross, #AshWednesday bekanntgemacht.
Seit März 2011 hat „Kirche in Not“ in Syrien und dem Irak Hilfsgelder in Höhe von 27,67 Millionen EUR für Christen und Angehörige anderer Religionen zur Verfügung gestellt. Das Hilfswerk startete im vergangenen Monat 19 Hilfsprogramme, 20 weitere Nothilfeprogramme sollen in den kommenden Monaten folgen.

Lesen Sie den Brief hier von Patriarch Louis Sako

Lesen Sie den Brief hier von Patriarch Gregorios

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

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