Irak: „Möge Gott Sie segnen“

FacebookTwitterGoogle+

Kurz vor dem Jahrestag der Flucht zehntausender Christen danken irakische Bischöfe „Kirche in Not“ für den Bau von Schulen 

Erbil/Königstein.- 05.08.15. Irakische Bischöfe haben dem katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ für die Einrichtung von Schulen für Flüchtlingskinder

Bischof Bashar Warda

Bischof Baschar Warda

gedankt. Kurz vor dem Jahrestag der Flucht von über 120000 Christen am 6. August wandten sich die katholischen Bischöfe aus dem Nordirak an das Hilfswerk. In zwei chaldäischen Diözesen und in einer syrisch- katholischen Diözese sind aus Fertigbauteilen provisorische Schulen für Kinder und Jugendliche eingerichtet worden, die im vergangenen Jahr zusammen mit ihren Eltern vor der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ fliehen mussten.

Schülern in Nord-Irak

Schülern in Nord-Irak

„Wir möchten Ihnen für Ihre gütige Hilfe für unsere Gemeinde in diesen schwierigen Zeiten danken, da tausende christliche Familien gezwungen waren, ihre Häuser und ihr Eigentum wegen der IS-Angriffe zwischen Juni und August 2014 zu verlassen“, so Erzbischof Baschar Matti Warda von Erbil. „Besonders für Ihre Hilfe beim Bau von fünf Schulen für unsere Schüler in der chaldäischen Erzdiözese Erbil sind wir dankbar. Sie wurden in der Stadt Ankawa auf Land der Erzdiözese fertiggestellt.“ Zwei der fünf Schulen werden dem Erzbischof zufolge auch für etwa 1100 Studenten im Alter von 18 bis 25 benutzt werden, die fliehen mussten, darunter neben Christen auch Muslime und Jesiden.

Auch der chaldäische Bischof von Zakho und Ammadeya, Rabban Al Qas, dankte dem Hilfswerk. „Die chaldäische Diözese von Zakho und Ammadeya  wird die Verantwortung für die Verwaltung von zwei Schulen haben, die Binnenflüchtlingen gewidmet sind. Wir danken Ihnen vielmals für ihre freundliche Hilfe und ihre fürsorgliche Liebe. Wir versichern Sie unserer Gebete für die Wohltäter und bitten um Ihr Gebet. Möge Gott Sie alle mit Seiner Fürsorglichkeit und Liebe segnen.“

Bischof Al Qas (Mitte) und Priester  Halemba (Rechts) von Kirche in Not

Bischof Al Qas (Mitte) und Priester
Halemba (Rechts) von Kirche in Not

Eine weitere Schule wird unter der Verantwortung der syrisch-katholischen Erzdiözese von Mosul, Kirkuk und Kurdistan betrieben. Erzbischof Youhanna Botrus Moshi schrieb dem Hilfswerk kürzlich. „Wir sind besonders dankbar für Ihre Hilfe, um unsere Schüler durch den Bau einer Schule in der Stadt Dehouk unterstützen zu können“, so der syrisch-katholische Oberhirte.

„Kirche in Not“ wollte durch die Errichtung der aus Fertigteilen bestehenden Schulanlagen verhindern helfen, dass die betroffenen Schüler für die bislang unabsehbare Dauer ihrer Flucht ohne Schulbildung bleiben würden. Insgesamt sollen in den mittlerweile acht Schulen etwa 7200 vorwiegend christliche Kinder beschult werden. Unterrichtet werden sie von Lehrern, die aus den jetzt von ISIS besetzten christlichen Ortschaften stammen. Die Bagdader Zentralregierung kommt für den Unterhalt des Lehrpersonals auf. Die Schulräume sollen neben dem Schulunterricht aber auch für katechetische Unterweisung und andere kirchliche Aktivitäten genutzt werden.

„Kirche in Not“ hat für die verfolgten Christen im Irak seit August 2014 insgesamt mehr als 8 Millionen Euro Hilfe zur Verfügung gestellt. Dies beinhaltet neben der Errichtung der Schulgebäude unter anderem die Anschaffung von Wohncaravans und die Bereitstellung von Lebensmitteln.

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ lädt die Menschen in aller Welt zu einem Gebetstag für den Frieden im Irak ein, der stattfindet am 6. August 2015. Gebet hier herunterlanden: Gebet für Irak

Ein Gebet aus dem Irak für Christen im Irak

Patriarch Louis Sako

Patriarch Louis Sako

Herr Jesus Christus,
Du hast uns gelehrt, in Deinem Namen zum Vater zu beten, und Du hast uns verheißen, dass wir alles erlangen werden, worum wir bitten.
Daher kommen wir mit vollkommenem Vertrauen zu Dir.
Wir bitten Dich darum, uns die Gnade und die Kraft zu schenken, um in diesem Sturm auszuharren und Frieden und Sicherheit zu erlangen, bevor es zu spät ist.
Dies ist unser Gebet, und obwohl es uns unmöglich erscheint,
vertrauen wir darauf, dass Du uns alles geben wirst,
was wir für unser Überleben und unsere Zukunft brauchen.
Hilf uns, Vater,
im Namen Deines gekreuzigten und auferstandenen Sohnes Jesus,
dass wir weiterhin zusammenarbeiten,
um frei, verantwortungsvoll und voller Liebe zu sein,
um Deinen Willen zu erkennen und ihn zu tun, mit Freude, Fürsorge und Mut.
In Kana war die Mutter Jesu die erste, die bemerkte, dass kein Wein da war.
Durch ihre Fürsprache bitten wir Dich, Vater,
dass Du unsere Lage vom Tod zum Leben wandeln mögest, so wie Dein Sohn das Wasser in Wein verwandelte.
Amen.

+ Louis Raphaël I. Sako, Patriarch von Babylon, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche

 

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Kommentar :

Hinterlasse einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pontical Foundation