Kampf gegen Ebola in Westafrika: „Für ein Halleluja ist es noch zu früh“

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Priester Peter Konteh

Priester Peter Konteh

Trotz einer deutlich geringeren Anzahl von Ebola-Neuinfizierten warnt Priester Peter Konteh der Erzdiözese Freetown in Sierra Leone, vor einer vorschnellen Entwarnung. „Für ein Halleluja ist es noch zu früh. Wegen Ebola wurde die medizinische Versorgung stark verbessert. Aber wir sorgen uns, dass man uns wieder vergisst, wenn die Kameras erst einmal abgeschaltet sind“, betonte der Seelsorger bei einem Besuch des internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“. In Sierra Leone wie auch in den Nachbarstaaten Guinea und Liberia ist die Krise nach den Worten des Priesters noch nicht überwunden. Zwar würden die Schulen zum 31. März wieder geöffnet, „aber bis zu einer Normalisierung wird es noch lange dauern. Das Wirtschaftsleben wie die Landwirtschaft sind stark beeinträchtigt. Sierra Leone braucht also weiter Unterstützung, auch wenn wir schon viel erhalten haben.“

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Vorbildlich ist seit Monaten die enge Zusammenarbeit zwischen den Religionsgruppen in Sierra Leone. „Diese Einheit ist eine der Stärken unseres Landes. Rund 150304 ebola_hulppakketten60 Prozent der Sierra-Leoner sind Muslime, 30 Prozent Christen. 10 Prozent bekennen sich zu traditionellen afrikanischen Religionen. Obwohl die Katholiken in der Minderheit sind, genießt die Kirche ein hohes Ansehen, weil viele Sierra-Leoner katholische Schulen besucht haben“, so der Priester. Muslime wie Christen hätten entscheidend zur Bekämpfung des Ebola-Virus beigetragen. Peter Konteh: „Als der Ebola-Virus ausbrach, dachte niemand an die Seelsorger. Doch dann erkannte die Regierung, dass Muslime und Christen zusammen mehr als 80 Prozent der Bevölkerung umfassen. Wenn ein Mensch stirbt, sind die Seelsorger von Bedeutung, nicht nur wegen der Beerdigungszeremonie. Sie nehmen ja großen Einfluss, sprechen mit den Angehörigen und trösten sie. Und bei einem Kranken werden sie gerufen, um zu beten und zu heilen. Das sind wesentliche Aspekte unseres Dienstes.“

„Kirche in Not“ unterstützt verschiedene Initiativen katholischer Diözesen im Kampf gegen Ebola in Guinea, Liberia und Sierra Leone. In den vergangenen Monaten wurden dafür mehr als 160.000.- Euro aufgewendet.

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
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    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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