Kirche In Noot erhält neue Bitten, um die dramatische Krise in Aleppo zu lindern

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Text von Maria Lozano

Königstein, 22.08.2016. Das internationale katholische pastorale Hilfswerk und päpstliche Stiftung Kirche In Noot hat für die nächsten Monate eine Reihe weiterer Projekte  für die bedürftigsten Familien in verschiedenen Städten Syriens bewilligt. Ein Schwerpunkt dieser Hilfe ist Aleppo, das derzeit auf der Frontlinie der Kämpfe zwischen den Regierungstruppen, die den westlichen Teil der Stadt kontrollieren (einst Geschäfts- und Industriemetropole), und den Rebellengruppen, die noch immer den östlichen Teil der Stadt und auch die Wasser- und Stromversorgung unter Kontrolle halten, liegt. Gleichzeitig hat Kirche In Noot versprochen, die Unterstützung für die innerhalb Syriens geflohenen Familien in Städten wie Damaskus und Tartus fortzusetzen.

 SYRIA / NATIONAL 15/00177Emergency help for the displaced and resident families in the diocese of Homs and Hama for the Syriac Orthodox (2015-2016)Die Anzahl der Christen in der Konfliktzone ist in den letzten Monaten wieder gesunken, aber gleichzeitig ist die Zahl der Familien, die Hilfe zum Überleben benötigen, rapide angestiegen. Die meisten der versprochenen Hilfen sind eine Fortsetzung von Nothilfe-Programmen, die bereits etabliert sind, jedoch mit dem Unterschied, dass sich die Anzahl derer, die Hilfe benötigen, wieder erhöht, was sich aus der Verschlechterung der Situation in nahezu jedem Teil des Landes ergibt.

Kirche In Noot wird seine Hilfe für 2817 Familien in Aleppo und Al Hasakeh, wo die Menschen seit mehr als fünf Jahren mit jeder Form von Not, Leiden und Furcht konfrontiert sind, fortsetzen. Die Organisatoren der Hilfe vor Ort haben geschrieben: “Dank Ihrer Hilfe ist es uns möglich, unseren Leuten beizustehen, um ihnen zu helfen, indem wir ihre Last erleichtern. Mit Ihrer Unterstützung werden wir weiterhin als Team mit unserer Arbeit fortfahren, und wir versuchen, mit einer ständig wachsenden Anzahl von Familien in Kontakt zu bleiben und so lange als möglich ihnen das zu gewährleisten, was sie benötigen, damit sie in Würde leben können. Wir müssen sie in ihrem täglichen Leben unterstützen, besonders die Familien mit Kindern und Älteren, da sie am verwundbarsten sind. Das Leben ist sehr teuer und schwer geworden. Unsere Familien kämpfen mit Furcht und der Angst vor der Zukunft. Die Frage, die sich die Leute ständig stellen ist, ob sie weggehen oder bleiben sollen und was ihr endgültiges Schicksal sein wird.”

Nach Angaben der FAO heute leben mehr als drei von vier Syrern in extremer Armut. Es ist ihnen nicht möglich sich das Allernötigste und Lebensmittel zu kaufen, um zu überleben. In den vergangenen 18 Monaten  hat sich der Preis für Kraftstoff mehr als verdoppelt. Weizenmehl ist im Vergleich zu den Preisen, die vor dem Krieg galten, um 300% teurer geworden und Reis um 650%.

 ACN-20160316-37933Die versprochene Hilfe für die nächsten Monate beinhaltet auch die Beschaffung von Babymilch und Windeln für etwa 650 Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre in Tartus und anderen Orten, in der Diözese Latakia. Dank der Großzügigkeit vieler Wohltäter war es Kirche In Noot möglich, zu Beginn des Jahres etwa 200 Babys zu helfen. Zusammen mit der Bitte um weitere Hilfe hat Kirche In Noot einen Brief von dem Verantwortlichen erhalten, der berichtet “wie  erleichtert die Eltern waren zu spüren, dass sie von Gott nicht aufgegeben wurden“. Und weiter: Sie sind das Bild des unsichtbaren Gottes geworden. Ihre Hilfe gibt den Familien einen moralischen Halt in der Not, die sonst möglicherweise das Gefühl hätten, dass das Baby eine Last sei, anstatt Glück und Freude zu empfinden.”

 Gleichzeitig hofft Kirche In Noot darauf, die Hilfe für die vertriebenen Familien von Aleppo, Hama und Idlib ausweiten zu können, von denen sich die meisten in Tartus oder Latakia angesiedelt haben und jetzt Hilfe benötigen, um die Miete bezahlen zu können. Vor einigen Monaten gab es 100 Familien, die Hilfe erhielten, aber durch die gewaltsamen Auseinandersetzungen in Aleppo und anderen Teilen des Landes hat sich die Zahl der vertriebenen Familien in der Diözese sprunghaft auf 450 erhöht, die alle in großer Not sind. 507 Familien, die nach Damaskus geflohen sind, haben auch dringend um Hilfe gebeten, um ihre Miete zahlen zu können, und ebenfalls um medizinische Behandlung, Kleidung, Schule und Lebensmittel.

Das sind nur einige Beispiele der Hilfen, die Kirche In Noot bereits gegeben hat und weiterhin geben will, um die Menschen und die Kirche Syriens zu unterstützen. Insgesamt hat sich Kirche In Noot vorgenommen, eine Summe in Höhe von 1,5 Millionen Euro an Spenden zu erzielen, um die Leiden des syrischen Volkes für die nächsten Monate lindern zu können.

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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