Myanmar: „Unsere Leute haben nie ein solches Desaster gesehen“

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Nach Überschwemmungen, einem Wirbelsturm und Erdrutschen in Teilen Myanmars: „Kirche in Not“ erklärt sich solidarisch mit Flutopfern in Myanmar

Besonders arme Staaten betroffen

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Königstein, 17.08.2015. Das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hat Gebet und in einzelnen Fällen Soforthilfe für die unter den Folgen starker Regenfälle leidenden Menschen in Myanmar versprochen. Wiederaufbauprojekte in den schwer getroffenen Gebieten werden ebenfalls in Betracht gezogen. Von den Folgen der starken Monsunregenfälle zwischen Ende Juli und Anfang August sind schätzungsweise 1,28 Millionen Menschen in zwölf Staaten Myanmars betroffen, darunter die besonders armen Staaten Chin und Rakhine im Westen des Landes. Nach Presseberichten sind bei den heftigen Überschwemmungen in Myanmar bislang über 100 Menschen ums Leben gekommen.

 

Häuser mit Rissen

150818myanmar_landverschuivingSeit Bekanntwerden der Katastrophe ist das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ in Kontakt mit der lokalen Kirche der betroffenen Regionen. Lokale Quellen aus der christlich geprägten Region Chin informieren das Hilfswerk. „Unsere Region hat nie so ein extremes Unglück erlebt wie das, das in der ersten Augustwoche über sie kam“, so eine Mitteilung. „Hakha ist eine bergige Region, wo verschiedene Stämme von Chins sich an Bergspitzen und -hängen niedergelassen haben. Die meisten Berge sind von Erdrutschen betroffen. Die Stadt Hakha ist die Hauptlastragende des Zorns der Natur. Die meisten Gebäude dort sind betroffen. Die Häuser der Menschen sind beschädigt. In vielen Häusern sind Risse aufgetaucht, weshalb die Menschen Angst haben, in ihnen wohnen zu bleiben. Die Zufahrtsstraßen sind schwer beschädigt worden, was Hilfslieferungen erschwert. Die Hälfte der Häuser ist in vielen Gebieten völlig zerstört. Unsere Leute haben ein derartiges Desaster noch nie in ihrem Leben gesehen.“

Nothilfe

Auch die Infrastruktur der Kirche ist örtlichen Quellen zufolge betroffen. Zwar sei die Kathedrale der Stadt Hakha bislang unbeschädigt geblieben, aber durch Erdrutsch bedroht. Fünf Kirchen und viele öffentliche Gebäude sind von den abgehenden Erdmassen bereits zertrümmert worden, berichten Betroffene. Die Regierung sei dabei zu helfen. Allerdings lägen viele Orte in entfernten Gebieten und seien nur schwer zugänglich. „Die Kirche kennt sich in den entlegenen Dörfern aus und hat zu helfen begonnen. Die Menschen bräuchten jetzt vor allem Nahrung und medizinische Hilfe sowie Notunterkünfte. Es muss Nothilfe geleistet werden. Die Mehrheit der Menschen muss voraussichtlich umgesiedelt werden.“ Noch sei der ganze Schaden nicht absehbar, weil man in viele Gebiete noch habe nicht vordringen können und keine Kommunikation mit ihnen möglich sei. „Der Geist der Solidarität und Hilfsbereitschaft vor Ort ist aber groß und bewundernswert. Viele sind schließlich selber sehr arm“, so örtliche Kirchenvertreter gegenüber „Kirche in Not“.

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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