Neues Spenden-Rekordjahr für „Kirche in Not“

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Vor allem die Not der Christen im Nahen und Mittleren Osten stand 2015 im Mittelpunkt der Hilfe von ACN

Pater Douglas Bazi in Mar Elias Flüchtlingslager.

Pater Douglas Bazi in
Mar Elias Flüchtlingslager.

Königstein 30.06.2016.- Die päpstliche Stiftung ACN-Kirche in Not hat auch im vergangenen Jahr ein höheres Spendeneinkommen verbuchen können als je zuvor. Es beträgt 124,1 Millionen Euro. 2014 waren es 105.6 Millionen gewesen. Das entspricht einer Steigerung um rund 15 Prozent. Die meisten Spenden erhielt die päpstliche Stiftung in Frankreich (36,5 Mio €), gefolgt von Großbritannien (13,8 Mio €) und Spanien (13,2 Mio €). Insgesamt unterhält das internationale Hilfswerk Nationalbüros in 21 Ländern.

Von den 124,1 Millionen Euro wurden 6209 Projekte – 600 mehr als 2014 – in über 140 Ländern gefördert. Die Ausgaben dafür betrugen 112,6 Millionen Euro. Die restlichen 12 Millionen gingen in Verwaltung und Fundraising. Die Verwaltung machte wie im Vorjahr 6,5 Prozent des Budgets aus. 1.110 Projekte mussten negativ beschieden werden. Die Zahlen und Statistiken wurden von dem internationalen Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG geprüft und testiert.

MALAWI/LILONGWE

MALAWI/LILONGWE

Schwerpunkte der Hilfe waren 2015 wie im Jahr zuvor Afrika und der Nahe Osten. Dorthin floss die Hälfte der Fördergelder, 29 Prozent nach Afrika, 22 Prozent in den Nahen Osten. Es handelt sich oft um Regionen und Länder, in denen Christen verfolgt, unterdrückt und vertrieben werden. Vor allem die Not der Christen im Nahen und Mittleren Osten stand 2015 im Mittelpunkt der Hilfe von ACN-Kirche in Not. Die Ausgaben für Sofort-Maßnahmen und strukturelle Projekte haben sich dort im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Für Syrien allein verdreifachte sich die Hilfe. Seit Beginn des „arabischen Frühlings“ 2011 flossen 47,6 (Stand 28.06.2016) Millionen Euro in diese Region. Weltweit, das heißt in allen Regionen, in denen die päpstliche Stiftung tätig ist, ist in absoluten Zahlen ein Anstieg der Hilfen zu verzeichnen, am stärksten im Vorderen Orient, am geringsten in Osteuropa. Aus Afrika kamen wie im letzten Jahr die meisten Bittgesuche. Sie machen ein Drittel der Anträge aus. Lateinamerika bleibt zwar der „katholische Kontinent“, aber vor allem Sekten machen, neben den gesellschaftlichen Umbrüchen und der Mangel an Mittel, der Kirche dort sehr zu schaffen.

Im einzelnen konnte weltweit jedem neunten Priester (insgesamt 43.203) durch Mess-Stipendien geholfen sowie jeder zehnte Seminarist (insgesamt waren es 11.075) in seiner Ausbildung unterstützt werden. Die meisten von ihnen bereiten sich in Afrika (3.775), Lateinamerika (2.900) und Osteuropa (2.883) auf das Priesteramt vor. 10.240 Schwestern erhielten Existenzhilfe oder  Ausbildungshilfe. Die Aus-und Fortbildung von Novizen, Seminaristen, Geistlichen und Schwestern (geändert die Reihenfolge der Aufzählung) wurde mit 8,3 Millionen Euro gefördert. Weltweit wurden 1674 Bauprojekte (Bau oder Renovierung von Kapellen, Kirchen, Klöster, Pfarrhäuser, Kathedralen und Seminaren) mitfinanziert in Regionen, in denen die Gläubigen selbst es nicht aus eigener Kraft schaffen können. Die Bauhilfe, die Räume für das Glaubensleben schafft, war mit 34,5 Mio € auch in diesem Jahr der größte Posten im Gesamtbudget.  Die Bitten um Hilfe bei Transportmitteln stiegen stark und machten insgesamt knapp zehn Prozent der Projekte aus. 524 Autos, 714 Motor- und Fahrräder sowie 17 Boote wurden finanziert. Die meisten Fahrzeuge gingen 2015 in die weiten und verstreuten Gemeinden von  Afrika und Asien.

Trotz der erfreulichen Steigerung des Spendenaufkommens wird insgesamt auch eine deutliche Steigerung der Not beobachtet. Der Posten für die Flüchtlings-und Nothilfe ist stark gewachsen. Dieser Trend ist auch im laufenden Jahr zu beobachten. Die Flüchtlingsdramen im Mittelmeer und auf verschiedenen Routen in Richtung Europa sprechen für sich. Umso dringender ist es, die Kirche als Faktor der Stabilität und des solidarischen Zusammenlebens in den Krisenregionen zu unterstützen. Damit die Menschen in ihrer Heimat eine Zukunftsperspektive sehen  oder dorthin zurückkehren können.

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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