Nigeria: „Lasst Euch nicht von Rachegedanken in die Irre führen!“

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Nigerianischer Bischof Oliver Dashe Doeme spendet zurückgekehrten Flüchtlingen das Sakrament der Versöhnung

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Die Sehnsucht der Gläubigen nach Gebet und Beichte war groß: In manchen Gemeinden spendeten der Bischof und die Priester, die ihn begleiteten, mehr als drei Stunden lang das Sakrament der Versöhnung.

Nachdem eine Einsatztruppe des nigerianischen Militärs zusammen mit Truppen aus dem Tschad und Kamerun in den vergangenen Wochen einige von der ??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????islamistischen Terrorgruppe Boko Haram besetzte nigerianische Ortschaften zurückerobert hatte, sind nun die ersten Flüchtlinge in ihre Heimat zurückgekehrt.

Die meisten Gläubigen waren ins benachbarte Kamerun geflohen. Ihr Leid ist groß: Viele Gemeindemitglieder sind ums Leben gekommen, viele sind noch auf der Flucht. Ihre Häuser sind ausgeraubt, ihre Kirchen sind abgebrannt. Eltern haben ihre Kinder noch nicht wiedergefunden. Alte Menschen, die nicht fliehen konnten, wurden von den Terroristen getötet, weil sie sich weigerten, ihrem Glauben abzuschwören.

Die zurückgekehrten Gläubigen müssen ihr Leben neu beginnen. In mehreren Versöhnungs- und Wiedergutmachungs-Messen ermutigte Bischof Dashe sie, standhaft im Glauben zu bleiben – trotz all des Elends, das sie erlebt hatten. Er rief sie auf, dem Vorbild Christi zu folgen und den Terroristen ihre Frevel und ihren Hass zu vergeben.

????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????Mit seinen rund 168 Millionen Einwohnern gilt Nigeria als das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Fast 50 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, die andere Hälfte Christen. Im Norden des Landes sind 80 Prozent Muslime, im Südosten überwiegen die Christen. Die islamistische Terrorgruppe Boku Haram führt seit 2009 in den drei nordöstlichen Bundesstaaten Nigerias einen blutigen Feldzug zur Errichtung eines sogenannten islamischen Gottesstaats. Auf dem Gebiet liegt die Diözese  Maiduguri, die die Bundesstaaten Yobe und Borno und den nördlichen Teil des Bundesstaates Adamawa umfasst. Das Elend in dieser größten Diözese Nigerias ist groß: Seit Beginn der Unruhen sind etwa 5000 der 125.000 Katholiken des Bistums getötet worden. Das geht aus aktuellen Zahlen der Diözese hervor. Danach sind 100.000 Menschen auf der Flucht, darunter 26 der 46 Priester der Diözese, mehr als zweihundert Katecheten und über 30 Ordensfrauen. Von den vierzig Gemeindezentren sind im Augenblick 22 verwaist und von den Terroristen besetzt. Mehr als 350 Kirchen sind dem Erdboden gleich gemacht worden. Drei von vier katholischen Schulen sind mittlerweile geschlossen.

Unterstützung bekommen die nigerianischen Bischöfe von Papst Franziskus. Vor einigen Wochen hat er sie aufgefordert, sich durch den Terror der islamistischen Gruppe Boko Haram nicht einschüchtern zu lassen. Christen wie Muslime litten in dem afrikanischen ???????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????Land gleichermaßen unter dem religiösen Extremismus, heißt es in einem Brief des Papstes an die nigerianische Bischofskonferenz. Die Fundamentalisten bezeichneten sich als religiös, „aber sie missbrauchen die Religion, um daraus eine Ideologie zu machen, die ihren Interessen von Unterdrückung und Tod entspricht“, so Franziskus. Er bete täglich für Nigeria, so der Papst.
Der Papst dankte den nigerianischen Bischöfen, Priestern und Missionaren für ihren Einsatz für Frieden. Jede Form von Gewalt sei abzulehnen. „Werdet nicht müde, Gutes zu tun“, appellierte Franziskus.

Das internationale katholische Hilfswerk Kirche in Not hat die Arbeit der katholischen Kirche in Nigeria in den insgesamt 56 Diözesen im Jahr 2014 mit mehr als einer Million Euro (1.057.357 Euro) unterstützt. Die Hilfsgelder flossen vor allem in Bauprojekte, in Mess-Stipendien und die Ausbildung von Priestern. Außerdem erhielten nigerianische Pfarreien und Klöster Geld für Treibstoff, um Fahrzeuge für die Seelsorge zu betanken und für Hostienbackgeräte. Aufgrund der großen Not in der Diözese Maiduguri stellte Kirche in Not im vergangenen Jahr 45.000 Euro als Nothilfe für Vertriebene zur Verfügung.

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Vom 27. Mai bis 31. Mai ist Msgr. Oliver Dashe Doeme der Bischof der Diözese Maiduguri, Nigeria zu Gast bei Kirche in Not Belgien. Am Mittwoch, 27. Mai ist er der Hauptredner bei die Karmeliten in Gent (Burgstraat 46. Die anderen Tagen wird er auch dabei sein.
Mehr Informationen: fragen Sie unser Programm Tel. 016 / 39.50.50 oder info@kircheinnot.be

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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