Papst wendet sich an die Opfer des Bombenanschlags

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Von John Pontifex

 

Die Opfer des Bombenanschlags am Ostersonntag in Pakistan, die zurzeit noch im Krankenhaus liegen, haben eine persönliche Botschaft des Papstes erhalten, in der dieser sein Mitgefühl zum Ausdruck bringt.

Erzbischof Sebastian Shaw von Lahore schilderte, dass er gerade die Verletzten besuchte und von Bett zu Bett ging, als er auf seinem Mobiltelefon von offiziellen Vertretern des Vatikans angerufen wurde. Diese erklärten ihm, sie hätten eine Botschaft von Papst Franziskus erhalten, dem sehr daran gelegen  wäre, denjenigen, die verletzt wurden und die trauerten, einen Gruß zukommen zu lassen.

Jüngsten Berichten zufolge kamen 72 Menschen – darunter 29 Kinder – ums Leben und mehr als 340 Menschen wurden verletzt, als ein islamistischer Selbstmordattentäter sich im Gulshan-i-Iqbal Park in die Luft sprengte. Sein offensichtliches Ziel waren Christen, die das Osterfest feierten.

 

Botschaft von Papst Franziskus

160401 Pakistan4In einem Interview mit „Kirche in Not“, dem katholischen Hilfswerk für verfolgte und andere Not leidende Christen, sprach Erzbischof Shaw von seiner „Freude“ über diesen Anruf, in dem man ihn von der Botschaft des Papstes in Kenntnis setzte, die Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin übermittelt hatte.

Erzbischof Shaw sagte: „Es gab so viele Verletzte und andere Menschen, die wir besuchen wollten, und ich wurde allmählich sehr müde und dann bekam ich auf einmal diesen Anruf  von der Nuntiatur [der diplomatischen Vertretung des Vatikans] in Islamabad [der Hauptstadt Pakistans].”

„Man sagte mir, der Staatssekretär habe die Nuntiatur angerufen um mitzuteilen, dass der Heilige Vater für die leidenden Menschen bete und dass er ihnen persönlich seine guten Wünsche sende.“ „Ich muss schon sagen, dieser Anruf kam wirklich im richtigen Augenblick.“

„Ich habe mehr als 100 Menschen besucht und sie haben sich so sehr darüber gefreut zu erfahren, dass der Papst an sie denkt – nicht nur die Christen, auch die Muslime. Auch viele Muslime sind dem Attentat zum Opfer gefallen.“ In der Botschaft des Papstes klangen die Worte des Papstes vom Ostermontag (28. März) in Rom an, als er vor der Menschenmange von seiner “Nähe zu den Menschen, die von diesem feigen und sinnlosen Verbrechen betroffen sind“ sprach.

160401 Pakistan5Rückblickend auf seine Besuche bei den Verletzten in den beiden Krankenhäusern Sheikh Zaid und Jinnah, sagte Erzbischof Shaw: „Es war sehr, sehr schwer, sie zu trösten. Wir hatten keine Worte, die wir ihnen anbieten konnten.“ Er beschrieb eine Familie, zu der eine Frau gehörte, die ihren Ehemann und ein Kind bei dem Attentat verloren hatte und deren andere Kinder im Alter von vier und sechs Jahren schwer verletzt worden waren.

Erzbischof Shaw sagte: „Die Frau war selbst verletzt und konnte nicht an der Beerdigung ihres Ehemanns und ihres Kindes teilnehmen.“ Der Erzbischof, ein Franziskaner, erklärte außerdem: „Eine Mutter verlor ihre beiden Kinder und ihren Ehemann. Sie war von Sanghar [in Sindh, der Nachbarprovinz der Provinz Punjab, deren Hauptstadt Lahore ist] zu Besuch nach Lahore gekommen.” „Die Mutter kehrt ohne ihren Mann und ihre Kinder nach Hause zurück. [Es gibt] keine Worte, sie zu trösten.“

Und der Erzbischof fuhr fort: „In dieser deprimierenden und traumatischen Situation beten wir weiter und trösten unsere Gläubigen mit den Worten Jesu nach der Auferstehung ‚Friede sei mit euch‘“.

 

Botschaft von Kirche in Not

Er berichtete, dass es in der Erzdiözese Lahore am Montag (28. März) 20 Beerdigungen gab. Die Totenmesse für zwei Geschwister, Sulan Arif, 15, und ihrer 14-jährigen Schwester, Arooj, fand heute (Mittwoch, 30. März) in der Herz-Jesu-Kathedrale von Lahore statt. Erzbischof Shaw hatte den Vorsitz.

Der Erzbischof bat Kirche in Not um eine Botschaft des Trostes, die auf dieser und auf anderen Beerdigungen vorgelesen werden kann. In dieser Botschaft, die das Nationalbüro von Kirche in Not in Großbritannien in Sutton übersandte, werden Gebete zugesichert und es wird erklärt: „Bitte fühlen Sie sich des Mitgefühls und der Liebe unserer Freunde von Kirche in Not in aller Welt, nicht zuletzt hier in Großbritannien, versichert.“ „Möge die Botschaft in Ihren Herzen erklingen: ‚Sie sind nicht allein. Wir sind hier, aus Ländern der ganzen Welt, um Ihnen zu versichern, dass Sie niemals in Ihrem Leid alleine gelassen werden.‘“ „Wir trauern mit Ihnen; wir teilen Ihren Verlust.“

Erzbischof Shaw drückte Kirche in Not seinen Dank für diese und andere Botschaften aus und sagte: „Wir brauchen Ihre Gebete, damit wir die Aufgabe erfüllen können, die unser auferstandener Herr Jesu uns gestellt hat.“

Pakistan ist ein Land, dem „Kirche in Not“ Priorität einräumt. Das Hilfswerk unterstützt dort die Opfer von Verfolgung, stellt Messstipendien für Priester bereit, hilft Ordensschwestern, schult Seminaristen, fördert die Katechese und andere christliche Bildungsmaßnahmen, u. a. durch Kinderbibeln, katholische Medien- und Evangelisierungsarbeit, sowie durch den Bau von Kirchen.

160401 Hilfe Pakistan

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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