Solarpaneele für ein Missionsboot in der Amazonas-Region

FacebookTwitterGoogle+
Palmsonntag in der Amazonas-Region

Palmsonntag in der Amazonas-Region

In einem großen Teil der Region am Oberen Amazonas im Dreiländereck von Brasilien, Peru und Kolumbien gibt es kaum Straßen. Die Menschen leben entweder in der Stadt (so wie in Manaus) oder entlang des Amazonas und seiner Nebenflüsse, wie dem Jacuraçá, dem Acuruí und dem Içá. Viele Orte sind nur per Boot zu erreichen.

Das Zentrum der Pfarrei Santo Antônio de Lisboa ist die Stadt Santo Antonio do Içá Sie hat 17.000 Einwohner und liegt am Zusammenfluss des Rio Içá und des Rio Solimões. In der Stadt betreuen der italienische Missionar Frei Gino Alberati, zwei weitere Kapuzinermissionare und zwei Novizen zusammen fünf Filialgemeinden. Von Santo Antônio aus betreuen sie aber auch 34 Flussufergemeinden entlang des Rio Içá und weitere sechs Gemeinden entlang des Rio Solimões. Zwölf von ihnen sind rein indigene Siedlungen der Tikuna. Seelsorge brauchen sie alle, aber besonders die Tikuna benötigen auch Unterstützung und Entwicklungshilfe im Bereich der medizinischen Versorgung, im Aufbau einer Landwirtschaft, in der Bildung…

In den ersten zwanzig Jahren ihrer Mission haben die Kapuziner noch Holzbarken benutzt, um zu den Menschen zu kommen. Diese waren jedoch unhandlich, schwer und reparaturanfällig. Mindestens jedes zweite Jahr standen große Überholarbeiten an. Außerdem sind inzwischen die Holzpreise zum Schutz der Amazonaswälder in schwindelnde Höhen gestiegen. Mit dem neuen Aluminiumboot „Itinerante“, das im Jahr 2003 dank der Hilfe der Wohltäter von „Kirche in Not“ angeschafft werden konnte, wurde eine neue Ära der Mission eingeläutet.

Die „Itinerante“ ließ Frei Gino inzwischen in der Mitte teilen, um ein ca. 4,50 m langes Erweiterungselement einsetzen zu lassen. Nun ist das Boot 20,67 lang. Es liegt dadurch nicht mehr so schräg im Wasser, weshalb sich der Sprit- und der Ölverbrauch deutlich verringert haben. Auch wenn Frei Gino sehr vorsichtig fährt (i.d.R. mit einer Geschwindigkeit von lediglich 12 Km/h – er könnte bis zu 26 Km/h fahren): Für die 340 Km auf dem Rio Içá und zurück braucht er immer noch 600 Liter Diesel, bei Niedrigwasserstand wegen der zahlreichen zusätzlichen Flussbiegungen sogar 800 Liter.

Auf Pastoralbesuch

Auf Pastoralbesuch

Nur in Notfällen fährt Frei Gino deutlich schneller. Einmal konnte er bereits das Leben eines Kindes retten, das von einer Schlange gebissen worden war und am Gesundheitsposten nicht versorgt werden konnte, weil er es schnell ins Krankenhaus nach São Paulo de Olivença bringen konnte. Auch ein 18jähriges Mädchen mit Blinddarmdurchbruch konnte dank des Missionsbootes gerettet werden.

Durch den Umbau kann das Schiff nun bis zu 40 Personen befördern. Und das ist ein echter Gewinn. Denn viele Aktivitäten, wie etwa die Ausbildung von Katecheten oder von Gemeindeleitern, aber auch Entwicklungshilfeprojekte finden in Santo Antônio statt. Mit dem Boot können alle Teilnehmer geholt und gebracht werden. Auf dem Schiff gibt es aber auch einen größeren Mehrzweckraum. So kann auch vor Ort die Heilige Messe gefeiert werden, können Taufen und Trauungen stattfinden, aber auch Versammlungen abgehalten werden. Manchmal nimmt Frei Gino auch Entwicklungshelfer mit oder Mitglieder der Equipe Itinerante aus Tabatinga. Zeitweise wurde er auch von einer Missionarin der Gemeinschaft Hallel unterstützt oder von Missionaren aus anderen Regionen.

Allein die Reise auf dem Rio Içá dauert 20 Tage. Pro Jahr werden zwei dieser Reisen durchgeführt, dazu kommen 48 Wochenendfahrten. Im letzten Jahr waren es sogar vier große Fahrten. Ruhe gönnen sich Frei Gino und seine Konfratres nicht. Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 14.000 Euro gespendet haben, konnten wir aber dazu beitragen, dass die entbehrungsreichen Fahrten etwas angenehmer geworden sind, denn es konnten leistungsfähigere Solarenergiesysteme auf der Itinerante installiert werden. Somit gibt es jetzt Strom auf dem Boot, und es kann beispielsweise ein Kühlschrank betrieben werden, der auf den wochenlangen Reisen gute Dienste leistet. Auch ein Satellitentelefon, das die Sicherheit erhöht, kann nun benutzt werden. Frei Gino dankt allen Wohltätern von Herzen und bittet Gott darum, alle zu segnen, die geholfen haben!

 

Die vorgestellten Projekte sind nur einige wenige Beispiele unserer Arbeit.

Code für die Übertragung: 212-01-29

FacebookTwitterGoogle+

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

FacebookTwitterGoogle+

Kommentar :

Hinterlasse einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pontical Foundation