Success Story: Ausbildungshilfe für 111 orthodoxe Seminaristen in Russland

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Das historische Treffen zwischen Papst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill war für „Kirche in Not“ ein Anlass zu großer Freude. Denn das Hilfswerk setzt sich bereits seit fast 25 Jahren für den Dialog zwischen Katholischer und Russisch-Orthodoxer Kirche ein. Papst Johannes Paul II. hatte den brennenden Wunsch gehegt, nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft der Russisch-Orthodoxen Kirche zu helfen und den Dialog zu stärken. Man darf nicht vergessen, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 bei null anfing. Der Wiederaufbau erforderte beispiellose Anstrengungen. Papst Johannes Paul II. beauftragte also Pater Werenfried van Straaten, den Gründer von „Kirche in Not“, der Russisch-Orthodoxen Kirche mit tätiger Nächstenliebe zur Seite zu stehen und Wege des Dialogs zu suchen.

Freundschaftliche Beziehungen

160418_rusland-3Peter Humeniuk, der Russland-Experte von „Kirche in Not“, sagt dazu: „Wir dürfen dankbar dafür sein, dass wir daran mitwirken durften, dass die beiden Kirchen auf verschiedenen Ebenen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Immer wieder wird uns sowohl von der Seite des Heiligen Stuhls als auch von unseren Partnern in Russland bestätigt, dass dieser Weg richtig war. Anlässlich des 10. Todestages und 100. Geburtstages unseres Gründers im Januar 2013 schrieb uns Metropolit Hilarion: ‚Das Hilfswerk „Kirche in Not“ war nahezu die erste katholische Organisation, die es verstand, konstruktive, freundschaftliche Beziehungen mit der russischen Kirche aufzubauen.‘ Der heutige Patriarch Kirill sagte vor einigen Jahren, unser Hilfswerk sei ‚auch in schwierigen Zeiten oft das einzige Band gewesen ist, das unsere Kirchen verbunden hat#. Auch seitens des Heiligen Stuhles wurde „Kirche in Not“ immer wieder in dieser Aufgabe bestätigt. Die letzten drei Päpste haben dieses Engagement ausdrücklich gewünscht, und Kardinal Bertone bezeichnete das Hilfswerk in seiner Zeit als Kardinalstaatssekretär als eine ‚Verbindungsstelle zur orthodoxen Kirche‘ Für uns ist dieses Treffen der beiden Kirchenoberhäupter daher natürlich ein Ansporn und eine Bestätigung gewesen, diesen Weg weiterzugehen.“

„Kirche in Not“ freut sich vor allem darüber, dass viele Projekte gute Früchte hervorgebracht haben. Mehr als um die bloße Weitergabe von Geld geht es bei dieser Hilfe um eine Verbesserung des Klimas und um den Aufbau von Vertrauen und Freundschaft zwischen den beiden Kirchen, die das II. Vatikanische Konzil als „Schwesterkirchen“ definiert hat.

Priesterseminar

Ein gutes Beispiel dafür ist die Hilfe für die Priesterausbildung. Inzwischen gibt es eine neue Generation von Priestern und sogar jungen Bischöfen, deren Ausbildung „Kirche in Not“ unterstützt hat und für die es ganz normal ist, gute Beziehungen mit der Katholischen Kirche zu pflegen. Man darf nicht vergessen, dass Katholiken in Russland in der Minderheit sind und somit viele orthodoxe Gläubige – auch viele Priester – lange Zeit keine Gelegenheit hatten, Katholiken kennen- und schätzen zu lernen. Eine gute Ausbildung der Priester und der persönliche positive Kontakt trägt maßgeblich zum Abbau von Vorurteilen bei.

Education grant for 111 students at the seminary in Belgorod for the akad. year 2015/2016Ein orthodoxes Priesterseminar, das von „Kirche in Not“ bereits seit seiner Gründung im Jahr 1996 unterstützt wird, ist das Seminar von Belgorod. Zur Zeit bereiten sich dort 111 junge Männer auf die Priesterweihe vor. Die Besonderheit des Seminars besteht darin, dass die Priester, die hier ausgebildet wurden, auch in die entlegensten und unwirtlichsten Gebiete Russlands entsandt werden, um dort als Priester zu dienen, wo sie im Winter mit dem Schlitten oder im Sommer zu Fuß über schlammige Wege in weit abgelegene Dörfer gelangen, um die Frohe Botschaft zu verkünden.

Auch im vergangenen Jahr hat „Kirche in Not“ die Ausbildung der 111 Seminaristen mit 33.300 Euro unterstützt – das sind 300 Euro pro Person für ein ganzes Jahr. Die Seminaristen und die Leitung des Seminars bedanken sich für diese geschwisterliche Hilfe. Auch Metropolit Ioann von Belgorod und Starooskolsk dankt allen Wohltätern und hofft, dass die gute Zusammenarbeit auch in Zukunft erfolgreich weitergeführt wird.
Die vorgestellten Projekte sind nur einige wenige Beispiele unserer Arbeit.
Code für die Übertragung: 427-02-79

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Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

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    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

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