Success Story: In Bozoum konnte die erweiterte und renovierte Pfarrkirche St. Michael eingeweiht werden

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sam_3465Es war ein wunderbares Fest, als am 23. Oktober 2016 die erweiterte und renovierte Pfarrkirche St. Michael von Bozoum im Nordwesten der Zentralafrikanischen Republik eingeweiht wurde. Schon eine Stunde vor Beginn der heiligen Messe war die Kirche voll. Eine unüberschaubare Menge von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen war nicht nur aus der Stadt selbst, sondern auch aus den umliegenden Dörfern gekommen, um bei diesem großen und langersehnten Ereignis dabeizusein. Die Messe dauerte drei Stunden, und die Gesänge, Gebete und Tänze wollten kein Ende nehmen. Um sich würdig darauf vorzubereiten, waren dem Festtag zudem drei Tage mit Katechesen, Gebeten und Beichte vorausgegangen, an denen mehrere hundert Gläubige teilnahmen. Pater Aurelio Gazzera, der Pfarrer, weiß nämlich, dass es nach den blutigen Unruhen, die das Land erschüttert haben, nicht nur äußere Baustellen gibt, sondern dass es wichtig ist, die Herzen, das Leben und das Gewissen der Menschen wieder aufzubauen.

„Unsere Kirche fertig, und sie ist wunderschön geworden! Wir danken allen, die zu diesem Wunder beigetragen haben!“, strahlt Pater Aurelio. Unsere Wohltäter haben mit 40.000 Euro dabei geholfen, dass die Kirche nun mehr Gläubige fassen kann. Denn die Pfarrei St. Michel blüht, und jedes Jahr lassen sich mehr als 100 Menschen taufen. Aus der Gemeinde sind geistliche Berufungen hervorgegangen, und die Kirche platzte bei jeder Messe nahezu aus allen Nähten. Außerdem konnten nun dank der Hilfe unserer Wohltäter die Schäden an der alten Bausubstanz behoben werden. So waren im Laufe der Zeit beispielsweise Risse in den Fundamenten aufgetreten.

Ein solches Bauprojekt in einem Land durchzuführen, das als zweiärmstes und unterentwickeltstes der Welt gilt, ist eine Herausforderung. Dazu ist wirklich ein starker Glaube und Hilfe aus dem Ausland notwendig. Aber auch die Gläubigen aus der Pfarrei haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beigetragen, dass ihr Traum von einem größeren Gotteshaus Wirklichkeit werden konnte. „Die einen haben Sand, Steine und Kies herbeigetragen, andere haben ein wenig Geld oder Nahrungsmittel gespendet, wieder andere haben ihre Zeit und ihre Arbeitskraft geopfert. Jede größere oder kleinere Geste der Großzügigkeit – sei es seitens der Wohltäter aus dem Ausland, sei es seitens unserer Gläubigen von Bozoum – prägt dieses Haus Gottes nun für immer“, sagt Pater Aurelio.

Auch Pater Aurelio selbst hat tatkräftig auf der Baustelle Hand angelegt. „Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat haben wir diese harten, schwierigen und bisweilen gefährlichen Bauarbeiten durchgeführt. Wir haben dabei stets die schützende Hand Gottes gespürt“, sagt der italienische Karmelitenpater. Einmal wäre es fast zu einem schweren Unfall gekommen. Als Pater Aurelio und die Arbeiter dabei waren, einen 12 Meter langen Dachträger anzubringen, rutschte das mehrere hundert Kilogramm schwere Teil ab und hätte Pater Aurelio fast getroffen. Es war ganz knapp. „Uns allen ist nichts passiert, obwohl wir auf einem sieben Meter hohen Gerüst standen. Wieder einmal haben wir erfahren, dass wir unter dem Schutz Gottes arbeiten“, sagt der 54jährige Priester.

gopr0134Die Pfarrei von Bozoum ist nicht nur die älteste Pfarrei des Landes außerhalb der Hauptstadt Bangui, sondern sie ist auch zu einem Symbol des Friedens geworden. In den blutigen Kriegsjahren 2013/2014 gelang es Pater Aurelio, durch unermüdliche Friedensverhandlungen mit allen bewaffneten Gruppierungen und zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen ein Massaker in seiner Stadt zu verhindern. Viele Medien in der ganzen Welt schrieben über den Einsatz des mutigen Priesters, der Hunderte Leben gerettet hat, der aber mehrfach fast selbst mit dem Leben dafür bezahlt hätte.

Nun freuen sich die Gläubigen von Bozoum über ihr „Da-Nzapa“ („Haus Gottes“ in der lokalen Sprache Sango), in dem sie Gott anbeten und lobpreisen können. Die beiden angebauten Teile bilden jeweils einen Halbkreis seitlich des Altarraums und symbolisieren, wie Pater Aurelio erklärt, „die Umarmung Gottes in den Sakramenten, dem Gebet, der Heiligen Schrift und der Begegnung mit den Brüdern und Schwestern“. Das schöne Kreuz über dem Altar wurde aus Metallelementen gefertigt, die aus den alten Fundamenten der Kirche stammen, um damit an die Arbeit Missionare zu erinnern, die hier vor mehr als 60 Jahren mit großer Mühe das erste Gotteshaus errichtet hatten.

Die Gläubigen von Bozoum und Pater Aurelio Gazzera danken allen, die dazu beigetragen haben, dass dieser große und seit langem gehegte Traum Wirklichkeit werden konnte. „Diese große Arbeit konnten wir dank der Hilfe so vieler Menschen aus der ganzen Welt fertigstellen. Diese Monate, in denen wir die Bauarbeiten durchgeführt haben, waren sehr schön, aber noch schöner war es, am Tag der Einweihung die Freude und den Stolz der Gläubigen zu sehen, dass sie nun eine schöne Kirche haben. Wir wollten, dass die Kirche schön wird, denn die Schönheit spricht von Gott. Wir danken Gott und allen Wohltätern!“

Die vorgestellten Projekte sind nur einige wenige Beispiele unserer Arbeit. Code für die Übertragung: 142-01-19 Zentralafrikanischen Republik

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