Syrien: „Hoffen, dass Waffenruhe Anfang vom Ende des Krieges ist“

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Oliver Maksan

160309 syria_selwanosKönigstein, 08.03.2016. Ein Vertreter der syrisch-orthodoxen Kirche in Syrien hat jetzt seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die gegenwärtige Waffenruhe den Anfang vom Ende des Krieges in Syrien darstellt. Gegenüber dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ sagte Erzbischof Selwanos Boutros Alnemeh von Homs und Hama am Sonntag mit Blick auf das am 27. Februar in Kraft getretene vorübergehende Ende der Feindseligkeiten: „Wir beten zum Herrn, dass er seine Hand über jedes gute Werk halte. Und der Prozess der Waffenruhe ist ein gutes Werk, besonders nach einer so langen Phase des Krieges. Wir bitten den Herrn diesen Schritt zu segnen, auf dass er der Anfang vom Ende des Krieges in unserem geliebten Syrien sei.“

Erzbischof Selwanos äußerte sich gegenüber „Kirche in Not“ erfreut über die kürzlich erfolgte Freilassung christlicher Geiseln aus der Gewalt der islamischen Terrormiliz „Islamischer Staat“. Am 22. Februar ließ der IS die letzten 43 Geiseln aus einer Gruppe von anfänglich 253 Christen frei, die ein Jahr zuvor im Zuge des IS-Vorstoßes in der Khabur-Region im Nordosten Syriens gefangen genommen worden waren. Etwa 3000 Christen mussten damals vor den Dschihadisten aus ihren Dörfern fliehen. „Es gibt keinen Zweifel“, sagte Erzbischof Selwanos, „dass das, was den Geiseln widerfahren ist, alle Christen erfreut. Der Glaube ist gewachsen, dass Gott auch in schwierigen Zeiten noch immer Wunder wirkt und dass er die Gebete der guten Menschen erhört.“

160309 syria_emergency2160309 syria_emergency3Der IS hält derweil noch immer über 170 Christen aus dem syrischen Ort Al Qaryatayn in Gefangenschaft. Dieser war im August 2015 von der Terrormiliz erobert worden. Die Dschihadisten zerstörten daraufhin das 1500 Jahre alte Kloster Mar Elian.

Erzbischof Selwanos zufolge leben Syriens Christen auch nach der Freilassung der Geiseln aus der Khabur-Region noch immer in Angst vor dem „Islamischen Staat“ und anderen dschihadistischen Gruppen. „Die Christen haben in der Angst vor Daesh (arab. Bezeichnung für den IS) und anderen Dschihadisten gelebt und tun das noch immer. Aber wir hoffen, dass diese Angst bald endet. Besonders deshalb, weil die Christen den Frieden lieben und ihn mit allen Mitteln suchen.“

“Kirche in Not” unterstützt die humanitäre Arbeit von Erzbischof Selwanos. Insgesamt hat das Hilfswerk seit Ausbruch des Krieges in Syrien seinen kirchlichen Projektpartnern vor Ort über 11 Millionen Euro für pastorale und humanitäre Hilfe zur Verfügung gestellt. Besonders die Unterstützung der zahlreichen Binnenflüchtlinge steht im Mittelpunkt der Hilfe.

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

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    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

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