Syrisches Oberhaupt einer alten Ostkirche ruft zum Handeln auf, um eine Lösung für die islamische Bedrohung für Europa zu finden

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ACN-20160219-36888Europa muss entschlossener handeln, um Fundamentalisten davon abzuhalten, in die Region einzudringen.

Dies sagt Seine Heiligkeit Ignatius Aphrem II., der Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche mit Sitz in Damaskus. Das Oberhaupt der in der ganzen Welt vertretenen Kirche warnt vor der Bedrohung durch eine neue Generation radikalisierter Muslime. Während viele der Muslime, die nach Europa kommen, friedliebende Moderate seien, müssten sich die Regierungen auf eine zunehmende Zahl von Extremisten vorbereiten, die westliche Werte ablehnen und das Gesetz der Scharia so weit wie möglich durchsetzen wollen.

Unter den neuen Maßnahmen, die geprüft werden müssten, schlug der Patriarch, der einer Kirche mit 5 Millionen Gläubigen in der ganzen Welt vorsteht, ein Screening von Neuankömmlingen vor, die des Fundamentalismus verdächtigt werden – insbesondere von Personen, die aus islamischen Ländern stammen, sowie von Europäern, die von Besuchen in Nahostländern und anderen mehrheitlich muslimischen Ländern zurückkehrten.

Der Patriarch hob die Bedrohung der zivilen Freiheiten durch einen unangemessen durchgeführten Screening-Prozess hervor, betonte jedoch, dass dennoch der Bedarf bestehe, mehr zu tun, um Europa vor Radikalen zu schützen, die die Scharia einführen und dem Westen den Islam aufzwingen wollten.

In einem Interview mit Kirche In Not, dem katholischen Hilfswerk für verfolgte Christen, sagte der Patriarch: „Es sollte eine Möglichkeit geben, diejenigen zu überprüfen, die nach Europa kommen, damit sie keine extremistische Ideologie annehmen. Ich weiß nicht, wie das geschehen soll, aber es ist notwendig und sollte gemacht werden, ohne die Rechte der friedliebenden und gesetzestreuen Menschen zu verletzen. Darüber hinausgibt es auch diejenigen, die aus Europa kommen und nach Syrien oder anderswo hingehen, um den Dschihad zu führen und die dann zurückkehren. Europa muss darauf vorbereitet sein.“

Project trip of Fr. Dr. Andrzej Halemba and John PontifexEr erklärte: „Wir leben mit Muslimen zusammen und respektieren sie, aber was wir in den letzten paar Jahren gesehen haben, ist eine andere Form des Islam, die Nicht-Muslime als kaffir (Ungläubige) ansieht – aber nicht nur Nicht-Muslime, sondern auch diejenigen Muslime, die mit einer solchen Interpretation des Islam nicht einverstanden sind. Was wir heute fürchten, sind nicht die moderaten Muslime, sondern gewisse Ausprägungen des Islam, die fordern werden, Europa die Scharia aufzuzwingen.“

Er rief die westlichen Regierungen ebenfalls dazu auf, im Zuge eines jeden Planes für den Bau von Moscheen in Europa oder anderswo im Westen darauf zu bestehen, dass Kirchen in muslimischen Ländern gebaut werden können. Er unterstrich die Bedeutung dieser religiösen Gegenseitigkeit und sagte: „Können wir von den europäischen Regierungen erwarten, dass sie von diesen muslimischen Ländern fordern, dass Kirchen gebaut werden?“

Patriarch Aphrem warnte auch davor, dass das Christentum in Syrien und im Libanon ebenso wie im Irak vom Verschwinden bedroht sei.

Er fügte hinzu, dass das Risiko bestehe, dass sich die massive Abnahme der christlichen Bevölkerung in der Türkei – innerhalb vergangenen Jahrhundert von 3,5 Millionen auf 150.000 – in Syrien und dem Libanon wiederholen könne.

Er sagte, 80 Prozent der irakischen Christen hätten seit dem Sturz von Präsident Saddam Hussein im Jahr 2003 das Land verlassen.

In Bezug auf Syrien sagte er, dass 50 Prozent der dortigen Christen seit Beginn des Krieges im Jahr 2011 entweder innerhalb des Landes oder ins Ausland geflohen seien. Er fügte hinzu, dass viele christliche Flüchtlinge im Libanon so arm seien, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, als die Region zu verlassen.

Der Patriarch dankte „Aid to the Church in Need“ und anderen Organisationen dafür, dass sie Zigtausenden Menschen, die in Syrien, dem Irak und anderswo um das Überleben kämpfen, Nothilfe und geistliche Unterstützung zur Verfügung stellten.

Kirche In Not hilft Christen und Andersgläubigen, die sich in großer Not befinden, mit  Nahrung, medizinische Versorgung und Seelsorge.

Der Patriarch sagte: „Die Arbeit von Kirche In Not ist überaus wichtig und verändert viel. Tausende und Abertausende Christen sind auf die Hilfe, die sie von Kirche In Not und anderen Organisationen erhalten, angewiesen.“

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

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Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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