Ukraine: Das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche ruft zu Versöhnung und Frieden auf

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Bischof Shevchuk

Bischof Shevchuk

Königstein im Taunus 19.05.2015 – Das Oberhaupt der ukrainischen Griechisch-katholischen Kirche, Großerzbischof SviatoslavShevchuk,hat bei einem Besuch in der internationalen Zentrale der Päpstlichen Stiftung „Kirche in Not“ betont, es sei gerade jetztwichtig, für Versöhnung und Frieden einzutreten. „Für uns sind Robert Schumann und Konrad Adenauer Vorbilder, weil sie nach dem Zweiten Weltkrieg den Versöhnungsprozess begonnen haben. Präsidenten kommen und gehen, aber die Nationen bleiben“, sagte er. Die Versöhnung sei daher ein wichtiges Ziel für die Menschen in der Ukraine. Er warnte vor Hass und zitierte einen Priester, der im Juli 2014 in Donetsk entführt und zwölf Tage später befreit worden war: „Wir müssen spirituell an uns arbeiten, damit wir, wenn wir aus einem realen Gefängnis oder einem realen Konflikt befreit worden sind, nicht in uns selbst im Gefängnis des Hasses enden“.

 

Als sein Ideal bezeichnete der Großerzbischof „eine Kirche, die dient“. Bisweilen käme es ihm so vor, als sei „die ganze Welt in ein ???????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????Feldlazarett verwandelt“. Der Bedarf an Trost und Hilfe sei immens. Besonders notwendig sei die Fürsorge für traumatisierte Menschen, besonders für Kinder. Die Priester würden speziell dafür geschult, posttraumatische Belastungsstörungen zu erkennen und diese Menschen zu beraten.

Großerzbischof Shevchuk betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit anderen Kirchen angesichts der gegenwärtigen humanitären Situation. So seien in der Nähe des russisch-orthodoxen Swjatogorsk-Klosters (auf Ukrainisch Sviatohirsk) mehr als 5000 Flüchtlinge untergekommen. Die katholische Kirche helfe bei ihrer Versorgung. Im vergangenen halben Jahr habe die Caritas fünf neue Büros in der Ostukraine eröffnet. Sie sei damit die zweitgrößte Hilfsorganisation in der Region nach dem Roten Kreuz. Die Caritas, so Shevchuk, vernachlässige 150520 oekraine_caritasdabei jedoch nicht ihre Aktivitäten in anderen Gebieten. Denn über den bewaffneten Konflikt dürften nicht die übrigen Hilfsbedürftigen vergessen werden, so beispielsweise die Jugend, die Kranken, besonders die Suchtkranken, oder die Gefangenen.

Der Großerzbischof brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Griechisch-katholische Kirche in der Ukraine gemeinsam mit der Russisch-orthodoxen Kirche das tausendjährige Jubiläum des Martyriums der heiligten Boris und Gleb feiern wird. „Für uns als Christen ist dies eine Gelegenheit, öffentlich gemeinsam die beiden Brüder zu feiern, die die Passion Christi nachgeahmt haben und sich weigerten, das Schwert gegen den Bruder zu erheben. Dies ist für uns ein Sinnbild für die Zukunft“, erklärte Shevchuk.

Er dankte dem Hilfswerk „Kirche in Not“ für die „Schnelligkeit“, mit der es im vergangenen Jahr auf die Bitten um Nothilfe reagiert habe, und unterstrich die Freundschaft, die über die Jahre entstanden sei. Er selbst habe bereits als Seminarist und später bei seinem Studium in Rom Hilfe von „Kirche in Not“ erhalten. „Wir haben die Liebe und die Hilfe der Mitarbeiter und Spender von „Kirche in Not“ seit vielen Jahren erfahren. Diese Gemeinschaft ist ein wichtiges Element unserer Stärke, mit der wir den Widrigkeiten begegnen.“

Im Jahr 2014 konnte Aid to the Church in Need in der Ukraine 394 Projekte mit einem Gesamtbetrag von 5.124.211 Euro fördern. Allein 131 dieser Projekte waren Hilfen zum Bau von Kirchen, Klöstern, Pastoralzentren – noch immer ist viel Hilfe nötig, um die Strukturen vor allem der im Kommunismus fast vollständig zerstörten griechisch-katholischen Kirche wieder aufzubauen. Aber es wurde nicht nur „in Steine investiert“. ACN hat auch mit Existenz- und Ausbildungshilfen, Motorisierungen und Bauhilfen aktive wie kontemplative Schwestern unterstützt (insgesamt 44 Projekte). Die Hilfsorganisation hilft jedem einzelnen Seminaristen, damit er seiner Berufung folgen kann. 12 Projekte mit 118.040 Euro dienten der Nothilfe angesichts der politischen Unruhen im Land.

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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