Syrien: Vergesst Aleppo nicht!

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???????????????????????????„Die Welt darf Aleppo nicht vergessen“: Mit diesen Worten hat der Präsident des katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“, Johannes Freiherr von Heereman, jetzt dazu aufgerufen, den vom Krieg betroffenen Menschen Aleppos zu helfen. Die im Norden Syriens gelegene zweitgrößte Stadt des Landes ist seit Jahren zwischen der Regierung und den von Dschihadisten dominierten Rebellen umstritten. „Derzeit wird in Aleppo wieder heftig gekämpft. Viele Menschen sterben. Tausende Bewohner, darunter viele Christen, flüchten“, so Heereman unter Berufung auf lokale Quellen.

Die katholische Ordensschwester Annie harrt seit Jahren in der Stadt aus. Sie berichtet jetzt gegenüber „Kirche in Not“: „Seit dem Wochenende wird in Aleppo gekämpft. Allein am Samstag starben 14 Christen durch Rebellenangriffe. Viele wurden verletzt. Täglich verlassen Busse mit christlichen Familien die Stadt. Es gibt aber nicht genug Busse für die, die flüchten wollen. Die Menschen fühlen sich sehr alleingelassen. Es gibt noch acht Kongregationen, die in Aleppo ausharren, um den Menschen dort zu helfen. Vor den Kämpfen lebten noch 70000 Christen in der Stadt. Jetzt sind es noch um die 60000.“

Syria, Aleppo April 2015Damage to Christian quarter of Aleppo a

Der in Syrien tätige Flüchtlingsdienst der Jesuiten JRS berichtet ebenfalls von der dramatischen Lage. „Die Situation in Aleppo hat sich zuletzt signifikant verschlechtert. Die Gewalt in beiden Teilen der Stadt hat zugenommen. Es gibt in Aleppo Vorbereitungen, Kirchen und andere Schlüsseleinrichtungen in Zufluchtsorte umzuwandeln.“

(The situation in Aleppo has deteriorated significantly in the last 72 hours: an increase in violence on both sides of the city. preparations to organise churches and other key locations into shelters are underway between different local bodies in Aleppo.)

Der Jesuit Ziad Hilal aus Homs hilft den Flüchtlingen aus Aleppo. Am Donnerstag sagte er „Kirche in Not“: „Hunderte Familien sind in die Küstenregion und in das Tal der Christen geflüchtet, auch nach Homs, vor allem Christen. Sie haben natürlich nichts. Sie brauchen alles: Wohnung, Decken, Matratzen, Kleidung und so weiter. Unter ihnen sind auch Kranke, die auf Medikamente angewiesen sind.“ Pater Ziad rechnet mit mehr Flüchtlingen, wenn die Gewalt in Aleppo weiter geht. „Oft wurden Familien auseinandergerissen. Ich habe eine Familie getroffen, wo der Vater noch in Aleppo ist, während die Frau mit ihren Kindern fliehen konnte. Es ist momentan eine schwierige Situation für die Menschen.“

Doch schon seit Jahren leiden die Menschen Aleppos, berichtet Schwester Annie. „Die Menschen von Aleppo haben in den vergangenen drei Jahren Dinge durchgemacht wie niemand sonst. Sie haben alles verloren. Es gibt weder eine funktionierende Wasser- noch Stromversorgung. Dennoch machen sie weiter. Das ist ein echtes Beispiel für uns alle.“

Schwester Annie appelliert an die Wohltäter von „Kirche in Not“: „Sie sagen, dass die kommenden Tage hart sein SYRIA / ALEP-CLD 15/00051 Emergency help for the displaced familwerden für unsere Leute. Ich hoffe, dass es durch Ihre Gebete und Ihre Unterstützung nicht so sein wird. Ich bin bewegt angesichts Ihrer Hilfe. Möge Gott Sie segnen. Wir sind in den Herzen Jesu und Mariens vereint.“

„Die Realität ist, dass Syriens Christen dabei sind, vor unseren Augen zu verschwinden. Die Christen sind aber natürlich nicht die einzigen, die leiden. Alle Einwohner der Stadt sind betroffen. Werden wir tatenlos zulassen, während Menschen leiden und sterben? Seit vier Jahren wird die Lage in Syrien immer schlimmer. Über 220000 Menschen sind tot, 12 Millionen wurden zu Flüchtlingen, etwa die Hälfte der Bevölkerung des Landes“, so Heeremann. Er erklärte weiter: „Kirche in Not“ fordert die internationale Gemeinschaft deshalb auf, sich für ein Ende der Waffenlieferungen nach Syrien und mehr internationale Soforthilfe für die Bevölkerung von Aleppo einzusetzen. Außerdem rufen wir zum Gebet für ein Ende des Konflikts in Syrien und dem ganzen Nahen Osten auf.“

„Kirche in Not“ ist im Nahen Osten besonders aktiv. Mehr als zwölf Millionen Euro wurden seit Ende 2011 aufgewandt, um den Christen in Syrien und dem Irak zu helfen. Kirche in Not hat vor zwei Monaten über zwei Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt, die auch den Menschen Aleppos zugute kam. „Wir werden fortfahren, den bedrängten Christen Syriens durch die lokale Kirche zu helfen“, versicherte Heereman.

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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