Belarus: Unterstützung für 25 junge „Freunde Gottes“ im Seminar von Grodno

08/02/2021 Leuven – Gründlich, umfassend, romtreu – das ist Standard für die akademisch-theologische Ausbildung im Priesterseminar der Diözese Hrodna (Grodno).

Hinzu kommt, auch standardmäßig, die Bildung der Persönlichkeit, früher hätte man gesagt: Bildung eines tugendhaften Lebens. Dazu gehört für die 25 Seminaristen in Hrodna an erster Stelle täglich die heilige Messe und Gebet morgens, mittags, am Nachmittag und abends. Sie sollen Freunde werden von Jesus, der ihnen sagt: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte … Vielmehr habe ich euch Freunde genannt“ (Joh 15,15).

Und diese Freundschaft pflegen sie auch, indem sie die Liebe Gottes konkret zu den Menschen bringen: bei Wallfahrten, in den Pfarreien von Hrodna, bei Gebetstreffen mit jungen Leuten, bei Besuchen in Waisenhäusern und Altersheimen, bei der Betreuung von Behinderten oder wenn sie helfen, vor Festtagen wie Allerseelen oder Ostern den Friedhof zu reinigen. In den 30 Jahren seit Gründung des Seminars sind hier mehr als 200 Priester ausgebildet worden, Freunde Gottes, die das Angesicht der Erde erneuern, in diesem Land, in der Ukraine, in Russland, Kasachstan und Litauen. Die 25 Priesteramtskandidaten von Hrodna werden im krisengeschüttelten Weißrussland die Botschaft des Friedens verkünden.

Schon seit vielen Jahren unterstützt Kirche in Not die Ausbildung der angehenden Priester am diözesanen Priesterseminar von Hrodna. In diesem akademischen Jahr sind es 25 junge Männer, die dort studieren. Acht von ihnen sind neu in das Seminar eingetreten. Trotz der Coronapandemie und der politischen Unruhen infolge der Präsidentschaftswahlen von August 2020 haben die Seminaristen und ihre Ausbilder das neue Studienjahr „mit Optimismus“ begonnen, wie es der Rektor Vitaly Vojtekhovskyj beteuert.

Die Ausbildung der angehenden Priester ist jedoch eine große Herausforderung. „Die Seminarzeit ist sehr wichtig für die zukünftigen Priester. Die Ausbildung ist ein geistiger Prozess, sie muss aber auch materiell gesichert sein“, sagt der Rektor. Die wirtschaftliche Situation des Seminars ist sehr kritisch. Nur aus den Kollekten der Gläubigen allein ist es nicht möglich, die Ausbildung zu gewährleisten. Daher bittet er uns auch in diesem Jahr wieder um Unterstützung. Zugleich bittet er auch um Gebete für Belarus in diesen „nicht einfachen Zeiten“. Er und seine Seminaristen beten im Gegenzug regelmäßig für alle Wohltäter, die das Seminar in der Vergangenheit unterstützt haben oder es noch unterstützen werden.

Wir haben Rektor Witali Wojciechowski versprochen, zur Ausbildung dieser 25 jungen Freunde Gottes 20.000 Euro beizutragen, damit sie ihrer Berufung in Hrodna folgen können. Wir können sie gerade jetzt nicht im Stich lassen.

 

Ihre Spende wird diesen oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von Kirche in Not ermöglichen.
Mitteilung auf Ihre Überweisung: 439-02-79 Belarus

 

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