Benin: Ein Evangelisierungszentrum für junge Leute

17/09/2019 Leuven – Während der Norden Benins vor allem muslimisch geprägt ist und Christen nur eine kleine Minderheit ausmachen, leben im Süden des westafrikanischen Landes vor allem Christen und die Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen. Viele praktizieren Voodoo. Aberglaube ist weit verbreitet – auch unter Christen. Daher ist eine ständige Vertiefung des Glaubens wichtig. Ausbildung steht für die Ortskirche somit an erster Stelle. Aus diesem Grund wurde 2014 in der Stadt Cotonou, die das wirtschaftliche Zentrum und der Regierungssitz des Landes ist und die ganz im Süden an der Atlantikküste gelegen ist, eine Evangelisierungsschule für junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren ins Leben gerufen. Das Projekt, das „Jeunesse Bonheur“ heißt (was so etwas wie „glückliche Jugend“ bedeutet) wird von Kirche in Not gefördert. Es ist entstanden aus dem in Frankreich durch den bekannten Priester Daniel Ange gegründeten Projekt „Jeunesse Lumière“(„Jugendliche des Lichtes“).

Ein Jahr lang leben die Teilnehmer gemeinsam ihren Glauben leben, lernen ihn besser kennen und erfahren, wie sie ihn weitergeben können – und das mit Freude. Die jungen Leute gehen dabei unter anderem in Schulen und Familien, besuchen Häftlinge und alte Menschen und teilen ihre Glaubenserfahrung mit ihnen.

Die Kirche in Benin ist mit einer solchen „Schule“ für Evangelisierung Vorreiterin in Afrika. Seit 2014 gibt es in dem westafrikanischen Land die Möglichkeit für Jugendliche und junge Erwachsene, an dem Programm teilzunehmen. Einige Früchte für die Ortskirche sind greifbar und sichtbar: Von den jungen Leuten, die in den ersten vier Jahren des Bestehens an dem Programm teilgenommen haben, sind zwölf in ein Priesterseminar und fünf in einen Orden eingetreten. Einige haben eine christliche Familie gegründet, und einige haben eine Arbeit im kirchlichen Bereich aufgenommen.

Diese Evangelisierungsschule wurde allerdings unter provisorischen Bedingungen gestartet. Das tut der Begeisterung der Teilnehmer keinen Abbruch, aber auf die Dauer werden geeignete Räumlichkeiten benötigt – auch, um mehr Teilnehmer aufnehmen zu können Denn es ist damit zu rechnen, dass in der Zukunft auch junge Menschen aus anderen afrikanischen Ländern an dem Programm teilnehmen werden. Das Gebäude wird in mehreren Phasen errichtet. Der erste Teil, der gebaut wird, ist der Wohntrakt für die jungen Männer. Kirche in Not hat 50.000 Euro versprochen, um den Bau zu unterstützen.

Ihre Spende wird diesen oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von Kirche in Not ermöglichen.
Mitteilung auf Ihre Überweisung: 117-00-49 Benin

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