Eine bedeutungsvolle ‚Red Week‘

Letzte Woche organisierte Kirche in Not seine weltweite ‚Red Week‘. Auf diese Weise will die Organisation die Aufmerksamkeit auf verfolgte Christen und die Religionsfreiheit in der Welt lenken. Mehrere Hundert Gebäude von Sydney in Australien bis Paris in Frankreich wurden während der ‚Red Week‘ rot beleuchtet. Tausende von Menschen nahmen an Messen, Gebetswachen, Prozessionen, Konferenzen, Konzerten und anderen Initiativen teil, um der verfolgten Christen zu gedenken und ihre Stimme zur Verteidigung der Religionsfreiheit zu erheben.

Dieser Schutz erweist sich nach wie vor als äußerst wichtig, denn der jüngste Bericht über die Religionsfreiheit in der Welt hat gezeigt, dass die Religionsfreiheit in vielen Ländern zurückgegangen ist. Laut dem Bericht leben zwei Drittel der Weltbevölkerung in Ländern, in denen das Recht auf Religionsfreiheit ernsthaft verletzt wird. Die Zahlen steigen stetig. Momentan kommen solche Verstöße beispielsweise in 42 % aller afrikanischen Länder vor, von denen Nigeria und Mosambik nur zwei besonders dramatische Fälle sind.

Laut Thomas Heine-Geldern, geschäftsführender Präsident von Kirche in Not, sendet die ‚Red Week‘ „eine klare Botschaft der Solidarität an verfolgte Christen in der ganzen Welt. Sie ist ein Weg, unseren Projektpartnern eine Stimme zu geben – denjenigen, die auf tragische Weise von den Konsequenzen der Verfolgung gezeichnet sind“. „Für uns“, so fährt er fort, „ist die freie Religionsausübung einer der Grundpfeiler der liberalen Demokratie. Jede Form der Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit ist entschieden abzulehnen“.

Um auf die religiöse Verfolgung aufmerksam zu machen, hat Kirche in Not Belgien/Luxemburg den nigerianischen Priester Gideon Obasogie eingeladen. Am Mittwoch, den 24.11 und Donnerstag, den 25.11 berichtete er über die zahlreichen Angriffe von Boko Haram in seiner Diözese Maiduguri und hinterließ bei allen Eingeladenen einen großen Eindruck. Auch zwei Priesterstudenten, die mit einem Stipendium von Kirche in Not an der KU Leuven studieren, kamen, um über ihre Erfahrungen in Bezug auf die Religionsfreiheit in ihren Ländern (Indien und Ghana) zu berichten.

Nach jedem Zeugnis gab es einen Moment des Gebets, in dem alle Eingeladenen zusammen mit dem/den Priester(n) um eine Weltkarte über die Verfolgung von Christen herumstanden und gemeinsam für alle Christen beten konnten, die überall auf der Welt in Not sind.

Mehrere Journalisten besuchten auch das Sekretariat von Kirche in Not, um Priester Gideon zu interviewen, über den zwei Artikel auf Kerknet und Cathobel sowie in KERK&leven und Dimanche zu lesen sind. Außerdem wurde ein Radiointerview aufgenommen, das Kirche in Not für seine Sendungen auf RCF und Radio Maria verwenden wird. Am Freitag, den 26.11 schließlich stand Priester Gideon der Eucharistiefeier in der Kapelle des Sekretariats vor, deren Gebet ein Ausdruck der Solidarität mit den vielen verfolgten Christen in der Weltkirche war.

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