Hochrangige Konferenz soll Christen in Ninive-Ebene helfen

28/02/2018 Löwen – Die Lage der notleidenden Christen in der irakischen Niniveh-Ebene stand im Mittelpunkt des gestrichen Gesprächs von Vertretern von Kirche in Not und der Kolumbusritter (KoC) bei den Vereinten Nationen. Die Gäste wurden von Mourad Wahba, dem Assistenten des Generalsekretärs des UN-Entwicklungsprogramms empfangen.

Sie informierten die UN über die fortdauernden Schwierigkeiten von  Christen, die versuchen, zu ihren Häusern zurückzukehren und betonten: Es sei dringlich  eine aufeinander abgestimmte Reaktion herauszustellen, um diese Gemeinschaften von Minderheiten zu erhalten. Die katholischen Hilfsorganisationen Kirche in Not und KoC boten hierfür ihre Kompetenz vor Ort an. Beide Organisationen sind mit mehr als  50 Millionen US-Dollar seit der Invasion von ISIS im Jahr 2014 die größten Spenderorganisationen für den Schutz der noch verbliebenen 95.000 christlichen Binnenflüchtlinge im nördlichen Irak.

Mourad Wahba, der dem UN-Generalsekretär direkt unterstellt ist, skizzierte die voraussichtliche Erweiterung von UN-Entwicklungsprogrammen für die Ninive-Ebene und erklärte: “Wir erkennen die Notwendigkeit einer größeren Zusammenarbeit zur Stabilisierung der Ninive-Ebene an, ebenso der Unterstützung religiöser Vielfalt als Bollwerk gegen die Rückkehr von ISIS”. Herr Wahba betonte dabei, wie wichtig Christen und andere Minderheiten sind und begrüßte eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor im Irak.

Der Generalsekretär von Kirche in Not, Philipp Ozores, erklärte:
“Wir begrüßen, dass Institutionen sich verstärkt beteiligen, da dies dringend nötig ist, um den Leidensweg von Christen in der Ninive-Ebene zu beenden. Zu lange lastete diese Hilfe nur auf den Schultern privater Spender”.

Kirche in Not hat in den Jahren 2014-2018  für die Bedürfnisse christlicher Binnenflüchtlinge in der Ninive-Ebene 38 Millionen US-Dollar Notfallhilfe geleistet.
Nun, da diese Bevölkerung sich danach sehnt, in ihre Häuser zurückkehren zu können,
wird Kirche in Not zusätzliche fünf  Millionen US-Dollar bereitstellen, um weitere 2.000 von ungefähr 13.000 beschädigten oder zerstörten Häusern zu renovieren, im Bemühen, diese von alters her ansässige christliche Bevölkerung wieder neu anzusiedeln.

Von Mark von Riedemann

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