Russland: Hilfe für die Renovierung der katholischen Pfarrkirche in Magadan

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22/07/2019 Leuven – Die ostsibirische Stadt Magadan wurde 1929 als Arbeitslager errichtet. Sie war zu sowjetischer Zeit der Hauptort des Lagersystems von Kolyma und die Eingangspforte für Hunderttausende Verbannte. Bis 1991 war die Gegend militärisches Sperrgebiet. Heute hat Magadan rund 96.000 Einwohner. DIe Luftlinie zwischen Magadan und Moskau beträgt rund 6.000 Kilometer. Der Zeitunterschied beträgt acht Stunden!

Die katholische Pfarrei Christi Geburt von Magadan wurde 1990 noch vor dem Ende der Sowjetunion gegründet. Sie war eine der ersten katholischen Pfarreien im Fernen Osten Russlands. Anfangs trafen sich die Gläubigen in einer Privatwohnung. 2002 wurde die Pfarrkirche fertiggestellt.

Seit 1994 ist der aus Alaska stammende Pater Michael Shields aus dem Orden der Herz-Jesu-Brüder Pfarrer der überaus aktiven Gemeinde. Es gibt Katechesen für alle Altersstufen, besonders für Kinder und Jugendliche, die die Zukunft der Kirche sind. Die Kinder verbringen viel Zeit in der Kirche, da das Klima rau und streng ist und sie nicht viel draußen spielen können. Polnische Ordensschwestern von der Kongregation der Göttlichen Barmherzigkeit betreuen Kinder- und Jugendgruppen und veranstalten in allen Schulferien religiöse Ferienlager für Kinder, sogenannte „Ferien mit Gott“. Außerdem gibt es eine starke Gebetsgruppe, die sich vor allem zum Rosenkranzgebet versammelt.

Pater Michael rief außerdem ein Programm ins Leben, um schwangeren Frauen und Mädchen in Konfliktsituationen dabei zu helfen, ihr Baby zu behalten und es nicht abzutreiben. Mehr als 100 Kinder konnten auf diese Weise bis heute gerettet werden. Es werden auch Frauen betreut, die ihr Kind abgetrieben haben und nun innere Heilung und Versöhnung suchen. Die Frauen kommen sogar aus anderen Städten, um sich helfen zu lassen. Außerdem werden Menschen mit Suchtproblemen seelsorglich und therapeutisch betreut, vor allem Drogen- und Alkoholabhängige. Vielen der ehemaligen Suchtkranken sind inzwischen zu aktiven Gemeindemitgliedern geworden.

Pater Michael betreut aus ehemalige Gulag-Häftlinge und hat in russischer Sprache ein Buch mit ihren Lebenszeugnissen herausgegeben. Viele dieser inzwischen hochbetagten Menschen haben zum ersten Mal über ihr Schicksal gesprochen. Auch ihre Familien wussten oft fast nichts darüber.

Nach fast 20 Jahren sind nun in der Pfarrkirche Christi Geburt einige Renovierungsarbeiten fällig. Kirche in Not hat versprochen, mit 30.000 Euro zu helfen.

Ihre Spende wird diesen oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von Kirche in Not ermöglichen.
Mitteilung auf Ihre Überweisung: 427-01-19 Russland

Zusammen mit Ihnen möchten wir Menschen in Not eine helfende Hand leisten. Dank Ihnen unterstützt Kirche in Not verfolgte, bedrängte oder Not leidende Christen weltweit durch Information, Gebet und Aktion.

Sie können:

  • für ein pastorales Projekt spenden:
    • Belgien: IBAN: BE85 4176 0483 7106 und BIC: KREDBEBB (Kirche in Not V.o.G. – ohne Steuerbescheinigung). Pastorale Projekte kommen nach belgischer Gesetzgebung nicht infrage für eine Steuerbescheinigung.
    • Luxemburg: IBAN: LU66 1111 0261 9404 0000 und BIC: CCPLLULL

       

  • für ein soziales Projekt spenden: IBAN: BE11 4176 0100 0148 und BIC: KREDBEBB (Hilfe und Hoffnung V.o.G. – mit Steuerbescheinigung ab € 40,00). Diejenigen, die im Laufe des Jahres € 40,00 oder mehr spenden für ein soziales Projekt, bekommen das nächste Jahr automatisch eine Steuerbescheinigung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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