Russland: Existenzhilfe für die 56 Ordensschwestern der Diözese St. Josef von Irkutsk

„Von Josef müssen wir die Fürsorge und Verantwortung lernen: das Kind und seine Mutter zu lieben; die Sakramente und die Nächstenliebe zu lieben; die Kirche und die Armen zu lieben.“
(Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben „Patris Corde“) Die Schwestern dem Bistum Sankt Josef im Osten Russlands handeln danach.

17/05/2021 Leuven – Mit einer Fläche von fast 10 Millionen Quadratkilometern ist die ostsibirische Diözese Sankt Josef mit Sitz in Irkutsk größer als die USA.  Über dieses riesige Gebiet verstreut leben rund 52.000 Katholiken, die von 40 Priestern betreut werden. Damit hat Russland die größte Diözese der Welt, die nach dem heiligen Josef benannt ist.

Unverzichtbar ist die Arbeit von 56 Ordensfrauen aus zwölf verschiedenen Kongregationen, die in den Pfarreien tätig sind und die zudem zahlreiche Werke der Nächstenliebe verrichten, was vor allem für Kinder aus zerrütteten Familienverhältnissen, einsame alte und kranke Menschen sowie Straßenkinder und Obdachlose ein Segen ist.

Reparatur des Gebäudes des Zentrums der Heiligen Familie in der Pfarrei St. Peter und Paul in Chita, nach einer Flut im Juli 2018.

So haben beispielsweise in Wladiwostok Barmherzige Schwestern der heiligen Anna ein Programm für junge alleinerziehende Mütter ins Leben gerufen. Da die Abtreibungsrate in Russland sehr hoch ist, leisten sie einen wichtigen Beitrag, jungen Müttern dabei zu helfen, sich für ihre Kinder zu entscheiden.

In Chita hat die Diözese ein Zentrum für Straßenkinder und Obdachlose eröffnet, das Schwestern der Kongregation der „Dienerinnen der Unbefleckten Empfängnis“ betreiben. Manche Kinder wohnen dort, während andere nur tagsüber dorthin kommen. Außerdem besuchen die Schwestern auch regelmäßig die Kinder in einem 70 Km entfernt gelegenen Kinderheim und kümmern sich um inhaftierte Mütter und ihre Kinder, die dringend auf materielle und seelsorgerische Hilfe angewiesen sind. Auch in Angark haben die Schwestern vor einigen Jahren ein Haus eröffnet, wo sie sich ebenfalls um Straßenkinder kümmern.

Eine ähnlich segensreiche Arbeit verrichten auch die Schwestern anderer Kongregationen in der Diözese. Allen 56 Ordensfrauen der verschiedenen Ordensgemeinschaften, die in der Diözese St. Josef von Irkutsk tätig sind, helfen wir mit einem Beitrag zu ihren Lebenshaltungskosten. Wir möchten sie mit insgesamt 28.000 Euro unterstützen.

 

Ihre Spende wird diesen oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von Kirche in Not ermöglichen.
Mitteilung auf Ihre Überweisung: 427-05-39 Russland

 

Neben den genannten werden von Kirche in Not seit Jahren zahlreiche weitere dem heiligen Josef geweihte Einrichtungen und Gemeinschaften unterstützt. Vor 150 Jahren wurde der Heilige Josef zum Patron der katholischen Kirche, Gottes großer Familie, erklärt. Deshalb verkündete Papst Franziskus mit dem Apostolischen Schreiben „Patris corde“ am 8. Dezember 2021 das Jahr des Heiligen Josef, der mit dem „Herzen eines Vaters“ die Kinder Gottes in schwierigen Zeiten beschützt. Nach dieser päpstlichen Initiative ruft auch Kirche in Not in diesem Josefsjahr dazu auf, sich von diesem Heiligen inspirieren zu lassen und für seinen väterlichen Schutz zu beten während der Feiertage, Feiern und Devotionen, die ihm bis zum 8. Dezember 2021 gewidmet werden.

 

 

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