Russland – Success Story: Ausbau eines katholischen Gemeindezentrums in Tomsk

20/01/2020 Leuven – Die katholische Pfarrei der Verklärung des Herrn in der westsibirischen Stadt Tomsk ist eine lebendige Gemeinde. Sonntags besuchen 350 Gläubige die Heiligen Messen, und anders als an manchen anderen Orten kommen hier nicht vor allem Frauen und Kinder, sondern auch viele Männer zur Kirche. Jeden Sonntag versammeln sich außerdem fünf bis sechs Kinder- und Jugendgruppen und zwei Erwachsenengruppen zur Katechese. Es gibt ein katholisches Gymnasium (eine von nur zwei katholischen Schulen in ganz Russland), und die Caritas unterstützt tatkräftig Familien in Schwierigkeiten. Die Pfarrei ist außerdem eine Heimat für ausländische Studenten, die in der Millionenstadt Omsk studieren und beispielsweise aus Vietnam, Italien oder Polen kommen. Lebendig und freundschaftlich sind auch die Beziehungen zur russisch-orthodoxen Kirche: Jedes Jahr veranstalten Katholiken und Orthodoxe ein gemeinsames Ferienlager, und das Jahr über gibt es viele Treffen und Aktivitäten. Der Kirchenchor der Pfarrei ist zudem bei Musikliebhabern in der gesamten Region bekannt.

Nun erfordern die vielen Aktivitäten aber auch geeignete Räumlichkeiten. Bislang war die Situation schwierig, und es musste improvisiert werden. Nun wurde der Pfarrei aber ein Gebäude überlassen, das bereits Ende des 19. Jahrhunderts als katholisches Kinderheim gedient hatte. Für die Bedürfnisse der Gemeinde ist es ideal, aber es musste umgebaut und renoviert werden. Kirche in Not hat sich mit 10.000 Euro an der Fertigstellung des Innenausbaus beteiligt.

Am 6. Oktober 2019 konnte das Pfarrzentrum von Tomsk feierlich eingeweiht werden. Jetzt gibt es dort jeden Sonntag Katechesen, es finden Kurse für Jugendliche, Kinder und Erwachsene statt, und das Zentrum dient auch als Exerzitienhaus mit Übernachtungsmöglichkeit für Gläubige aus anderen Städten oder aus entlegenen Dörfern. Auch die Caritas konnte ihr Hilfs- und Beratungsangebot für Menschen in Not ausweiten.

Aus der Pfarrei erreicht uns dieser Dankbrief: „Es war ein sehr großes Fest für unsere Gemeinde. Ohne Ihre Hilfe hätten wir das nicht erreichen können.“ Diesen Dank möchten wir an unsere Wohltäter weitergeben, die dabei geholfen haben, dass der Innenausbau des alten Gebäudes abgeschlossen werden konnte.

Diese Erfolgsgeschichte zeigt, dass Kirche in Not ökumenische Initiativen unterstützt, und sie schließt sich der Gebetswoche für die Einheit der Christen an, wobei zahlreiche ökumenische Veranstaltungen und Feiern in verschiedenen Diözesen vom 18. bis 25. Januar 2020 stattfinden, mit Gastfreundschaft“ als zentrales Thema in diesem Jahr.

Ihre Spende wird diesen oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von Kirche in Not ermöglichen.
Mitteilung auf Ihre Überweisung: 427-01-19 Russland

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