Belarus: Haus des wahren Friedens in Mahiljou wartet auf die Vollendung.

09/08/2021 Leuven – „Diktaturen denken an Stelle des Volkes, sie lassen das Volk selber nicht denken“ – so Papst Franziskus in einer Generalaudienz. Die Kirche in Belarus aber hat das Denken nicht aufgegeben. Sie ruft beständig zum Frieden und Dialog auf.

Auch der Klaretinerpater Jerzy Wierzchowski, Pfarrer von Pastor der katholischen Pfarrei St. Antonius in Mahiljou, hat das Denken nicht aufgegeben. Er denkt an das Heil der Gläubigen. Daran, dass der Frieden in den Herzen der Menschen, in den Familien und der Gemeinde beginnt. Daran, dass die Gläubigen sich vor Gott versammeln und gemeinsam Eucharistie feiern können. Daran, dass die Wahrheit alles überdauert.

Mahiljou (oder Mogilev) ist mit über 381.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Belarus. Sie liegt im Osten des Landes am Fluss Dnepr. Bis 1936 bestand die Bevölkerung je zu einem Drittel aus Orthodoxen, Katholiken und Juden. Heute machen Katholiken nur noch eine kleine Minderheit aus.

Für das Haus des Friedens: Pater Jerzy führt die Eucharistische Prozession um den Rohbau. ©ACN

Seit vielen Jahren sammelt er für den Bau einer Kirche, wo die Gläubigen den Frieden der Seele finden können. Er sammelte vor allem in seiner ehemaligen Heimat Polen. Vor 13 Jahren begann der Bau, er wuchs langsamer als die Gemeinde. Mittlerweile soll die Kirche 150 Sitzplätze bieten, schon jetzt werden in der provisorischen Kapelle sonntags vier Messen gefeiert, in der Kirche werden es kaum weniger sein.

Inzwischen sind zwei Drittel des Baus fertig. Das Gebäude steht, sogar das Dach ist schon drauf. Es fehlt das Geld für Heizung, Fliesen, Innenverputz, vier Fenster, vier Türen und für die Arbeit selbst. Aber die Coronakrise hat das Reisen und Sammeln unmöglich gemacht. Pater Jerzy kann nicht mehr nach Polen.

Er selber war an Covid-19 erkrankt und erholt sich nur langsam. Er gibt nicht auf. Die Gemeinde macht Bittwallfahrten. Ihm selbst bleibt ohne Bettler-Reisen nur das Gebet. Und da dachte er an uns. Wir haben ihm in den vergangenen Jahren öfter geholfen für den Bau, zu dem auch ein Pastoralzentrum, eine Armenküche und kleine Wohnungen für die Priester und eine Etage für die drei Schwestern gehören. Wir haben ihm 50.000 Euro zugesagt. Damit der Ort der Begegnung mit Gott, das Haus des Friedens fertig wird.

 

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Mitteilung auf Ihre Überweisung: 439-01-19 Belarus

 

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