Guatemala: Ein Pickup für eine Pfarrei

11/06/2020 Leuven – Die Diözese Quiché im Nordwesten Guatemalas war vor allem in den 1980er/90er Jahren stark von dem Bürgerkrieg betroffen, der zwischen 1960 und 1996 das Land heimsuchte. Bis heute ist die Bevölkerung stark durch diese Erlebnisse geprägt.

In dem bergigen Gebiet leben verschiedene indigene Volksstämme. Vor dem Krieg war die Mehrheit der Bevölkerung katholisch, die blutige Verfolgung durch die Regierung hinterließ aber Spuren. Die Armee hielt vor allem die Priester und Katecheten für Verbündete der Aufständischen. Viele Gläubige hatten nur die Wahl zwischen Tod oder Flucht ins nahe Mexiko. Inzwischen kehren sie langsam zurück in ein Land, das jetzt von evangelikalen Sekten dominiert wird und protestantische Freikirchen breiten sich aus. Heute sind nur noch knapp 40 Prozent der Bevölkerung katholisch. Es ist wichtig, dass die Gläubigen seelsorglich gut betreut werden, damit sie sich in der Kirche weiterhin verwurzelt fühlen.

Die Pfarrei Unserer Lieben Frau von Guadalupe in Chel wurde erst 2018 gegründet. Sie gehört zu den ärmsten und am meisten isolierten Pfarreien der Diözese. Die Straßen sind extrem schlecht und lehmig wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und dem häufigen Regen. Pfarrer Francisco Vázquez Gómez, ein noch junger Priester, betreut hier 30.000 Menschen, die über 24 Dörfer verstreut leben, die bis zu 170 Km vom Sitz der Pfarrei entfernt gelegen sind. Ihm steht aber nur ein altes Auto zur Verfügung, das den Straßenverhältnissen nicht mehr gewachsen ist und dringend ersetzt werden muss. Ein Allradwagen würde ihm und den Gemeinden sehr helfen. Darum bittet pater Francisco uns um Unterstützung für einen Pickup. Wir möchten mit 20.000 Euro helfen.

Ihre Spende wird diesen oder ähnlichen Projekten zugutekommen und die pastorale Arbeit von Kirche in Not ermöglichen.
Mitteilung auf Ihre Überweisung: 219-01-29 Guatemala

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