Fastenkampagne: Missionare

Mit Ihnen halten wir die Mission am Leben

Jedes Jahr organisiert Kirche in Not eine Fastenkampagne. In diesem Jahr konzentrieren sich unsere Gebete und unsere Solidarität auf Missionare weltweit.

„Duc in altum“

„Der Herr suchte zweiundsiebzig Jünger aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die Er selbst gehen wollte.“ (Lukas 10,1)

„Er sagte zu Simon: ‚Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!‘“ (Lukas 5,4)

„Seit den Anfängen der Kirche wurden Jünger ausgesandt, um das Evangelium zu verkünden und dabei auf Gottes Führung zu vertrauen. Im Laufe der Jahrhunderte folgten Missionare diesem Ruf „Duc in altum“ („Fahr hinaus, wo es tief ist“), oft ohne zu wissen, wohin der Weg sie führen würde, aber gewiss seiner Gegenwart. Ihr mutiger Glaubensschritt ist bis heute eine Quelle der Inspiration für alle, die heute erneut berufen sind, zu vertrauen, hinauszugehen und zu dienen.“(Regina Lynch, geschäftsführende Präsidentin von ACN International)

Die Mission der Kirche

Die drei vorherigen Päpste erinnern uns einhellig daran: Die Kirche lebt durch Mission.

Für Papst Franziskus bedeutet christliche Mission vor allem, sich den Ausgegrenzten, den Armen, den Verletzten und den Verwundeten zuzuwenden. Jeder Getaufte ist ein Missionar – nicht nur Ordensleute oder Priester. Mission geschieht durch Zeugnis, Nähe und Barmherzigkeit – nicht durch Bekehrung: „Die Kirche wächst durch Anziehungskraft.“

Für Papst Benedikt XVI. beginnt Mission nicht mit Strukturen, sondern mit der persönlichen Begegnung mit Christus. Die Glaubwürdigkeit der Mission hängt vom heiligen Leben der Christen ab. Mission ist keine kulturelle Herrschaft, sondern ein Dialog, der klar Zeugnis von Christus ablegt.

Für Papst Johannes Paul II. ist die Mission eine wesentliche Aufgabe der Kirche; ohne Mission hört sie auf, Kirche zu sein. Mission ist Ausdruck der Liebe Gottes: Wer Christus begegnet ist, möchte Ihn mit anderen teilen.

Die Botschaft dieser Päpste ist klar: Mission ist keine Option. Mission ist das Lebenselixier der Kirche und hängt von der Großzügigkeit derer ab, die sie ermöglichen. Unser jetziger Papst, Leo XIV., weiß das nur allzu gut, da er viele Jahre als Missionsbischof in Peru tätig war.

Die Missionare vertrauen darauf, dass Sie sie nicht im Stich lassen und sie in ihrer Mission unterstützen.

Die zeitgenössischer Missionare

So verstehen die Missionare von heute ihre Berufung:

  • „Wir als Kirche müssen überall hingehen, um unsere Brüder und Schwestern daran zu erinnern, dass Gott barmherzig ist, dass Er die Liebe ist und dass Er sie nie im Stich lassen wird.“ (Bischof Giovanni Cefai, Prälatur Santiago de Huancane, Peru)
  • Das eigene Leben hinzugeben und der Wunsch zu dienen ist das Leitprinzip. Jesus in Fremden, Gefangenen und Ausgegrenzten zu berühren.“ (Pr. Michael, Südsudan)
  • „Mission ist keine Tätigkeit, sondern eine Identität: Alle Getauften sind Missionare. Die Heilige Schrift sagt: ‚Gott erschuf sie als Sein Bild.‘“ (Schwester Maria Grazia Puglisi, OSB, Georgien)
  • „Um Christus zu verkünden, müssen wir mutig, innovativ und offen sein.“ (P. Leopold Kropfreiter, SJM, Kasachstan)
  • „Ich glaube, dass wir Gott durch die einfachsten Gesten des Lebens zu uns bringen: ein Lächeln, ein Glas Wasser, eine Geste der Liebe, ein Wort der Hoffnung.“ (P. Jean-Jacques, Haiti)

Treffen Sie Missionare in Belgien

Auch in Belgien leben Missionare. Kirche in Not organisiert zwei Gelegenheiten, (Bischofs-)Missionare in unserem Land kennenzulernen.

Besuchen Sie Tournai am Mittwoch, den 4. März, und hören Sie den neuen Bischof von Tournai, Mgr. Frédéric Rossignol, sowie Pr. Antoine Nguyen Thai Tai aus Vietnam. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 25. Februar finden Sie hier. Die Veranstaltung findet auf Französisch statt.

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Am Freitag, dem 13. März, werden Bischof Philip Dickmans aus Brasilien und die Gemeinde „Samen des Wortes“ in Hasselt ihr Zeugnis geben. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 6. März finden Sie hier. Die Veranstaltung findet auf Niederländisch statt.

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Was können Sie für Missionare weltweit tun?

Während der Fastenzeit schlagen wir jede Woche ein Projekt vor, für das Sie eine Spende leisten können.

Mit Ihren Mess-Stipendien unterstützen Sie arme Priester der weltweiten Kirche, die eine Heilige Messe für Ihre Freuden und Sorgen feiern werden.

Besuchen Sie auch unseren Webshop mit Geschenken zum Thema Mission sowie unseren Angeboten für die Fasten- und Osterzeit.

Weiter unten finden Sie außerdem eine Kreuzwegmeditation, die Sie zum Beten nutzen können.

Projekte

Während der Fastenzeit schlagen wir jede Woche ein Projekt vor.

  • Haiti: Ausbildung von 23 Montfortanern im Noviziat und Scholastikat
  • Südsudan: 2.800 Messen für 28 Priester in der Diözese Malakal
  • Libanon: Medikamentenkauf für 1.000 Patienten in den psychiatrischen Kliniken der Franziskanerinnen vom Kreuz
  • Georgien: Lebensunterhalt für 13 Schwestern
  • Bolivien: Bau eines Schlafsaals und einer Kapelle für die Missionsschwestern vom Wort und Opfer Jesu
  • Philippinen: Grundbedürfnisse für 5 Missionare der Shalom-Gemeinschaft
  • Kasachstan: Ein Minibus für die Gemeinschaft der Diener Jesu und Mariens
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Pastorale Ausbildung
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Haiti

Haiti: Ausbildung von 23 Montfortanern im Noviziat und Scholastikat

In Haiti bilden die Montfortaner junge Seminaristen zu zukünftigen Priestern aus, die in Glaube, Liebe und Nächstenliebe verwurzelt sind – in einem Land, das mit Gewalt und Armut zu kämpfen hat. Dank der Unterstützung von Wohltätern erhalten drei Novizen und zwanzig Scholastiker eine umfassende spirituelle, intellektuelle und pastorale Ausbildung. Jeder Beitrag hilft ihnen, zu Lichtblicken für ein Volk zu werden, das sich zutiefst nach Trost und Frieden sehnt.

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Existenzhilfe
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Südsudan

Südsudan: Existenzhilfe für 28 Priester im Bistum Malakal

„Ein Baum ohne Wasser verdorrt, und so wird auch die Mission ohne Ihre Unterstützung scheitern.“ Im Bistum Malakal an der Grenze zum Südsudan ist Pater Michael jeden Tag bereit, Flüchtlingen zu helfen, die vor Krieg, Hunger und Traumata im Norden fliehen. Dank der Mess-Stipendien und der Unterstützung von Wohltätern kann er seinen Lebensunterhalt bestreiten und gleichzeitig jenen, die sonst niemanden haben, kleine, aber lebensnotwendige Hilfe leisten.

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Nothilfe
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Libanon

Libanon – Die Mission von Jesus: für die Geringsten unter uns sorgen

Im Libanon kümmern sich die Franziskanerinnen vom Kreuz seit Jahrzehnten um Kranke, Alte, Waisen und von ihren Familien Verstoßene. Inmitten der gegenwärtigen tiefen Krise weisen sie weiterhin alle Bedürftigen ab, doch die Mittel, um diese Versorgung aufrechtzuerhalten, schwinden rapide. Dank der Unterstützung von Wohltätern können Tausende von schutzbedürftigen Patienten weiterhin die dringend benötigten Medikamente und die liebevolle Pflege erhalten, die ihre Würde wahrt.

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Existenzhilfe
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Georgien

Georgien: Lebensunterhalt für 13 Schwestern in bitterer Armut

In Rabati, Georgien, leben 13 Benediktinerinnen aus Italien in bitterer Armut und können sich nicht einmal das Nötigste leisten. Sie sind das einzige kontemplative Kloster in Georgien und unterstützen die örtliche katholische Gemeinde. Ihre Spende hilft ihnen zu überleben: von Nahrung und Heizung bis hin zu den Dingen des täglichen Bedarfs.

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Bauhilfe
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Bolivien

Helfen Sie mit, einen sicheren Schlafsaal und eine Kapelle für die Missionsschwestern in Bolivien zu bauen

Sechs Missionsschwestern vom Wort und Opfer Jesu leben in Bolivien in einem baufälligen Pfarrhaus, das jederzeit einstürzen könnte. Jede Woche besuchen sie 37 abgelegene Dörfer und sind dort die einzige Verbindung zur Kirche. Ihre Unterstützung hilft beim Bau eines sicheren Schlafsaals und einer Kapelle, damit sie sich ausruhen, beten und auf ihre Missionen vorbereiten können.

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Existenzhilfe
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Philippinen

Shalom-Missionare bringen Gottes Liebe in die ärmsten Gemeinden der Philippinen

Die Shalom-Missionare auf den Philippinen unterstützen Jugendliche, Familien und die Ärmsten in benachteiligten Vierteln. Mit Ihrer Hilfe können sie weiterhin Nahrung, Betreuung und Glaubensbildung anbieten. Ihre Spende sichert ihre missionarische Arbeit.

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Mobilität
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Kasachstan

Ein Kleinbus für Ihre Glaubensgenossen in Kasachstan

Die Katholiken im Norden Kasachstans leben weit verstreut, sodass nur wenige Priester sie erreichen können. Die Kongregation der Diener Jesu und Mariens benötigt einen geländegängigen Kleinbus, um ihre Seelsorgearbeit fortsetzen zu können. Ihre Unterstützung hilft ihnen, den Glauben in diesen weitläufigen Missionsgebieten lebendig zu erhalten.

Entdecken Sie außerdem jede Woche unten ein Video zu einem der vielen Projekte.

Leben und Hoffnung auf den Teeplantagen Bangladeschs

Maristenbruder Eugenio Sanz Sánchez und seine Mitbrüder engagieren sich für die Menschen auf den Teeplantagen Bangladeschs.
Diese Gemeinschaften werden seit Jahrhunderten ausgebeutet und leben in bitterer Armut.
Neben Bildung und medizinischer Versorgung kümmern sich die Maristenbrüder auch um die spirituellen Bedürfnisse der Stämme in der Region.

Hoffnung und Würde für Mädchen im Südsudan

Schwester Orla Treacy von den Loreto-Schwestern und ihre Gemeinschaft haben maßgeblich zur Transformation einer ganzen Region beigetragen, die lange vom Bürgerkrieg gezeichnet war. Die ursprünglich aus Irland stammende Schwester Orla leitet eine Schule, die Mädchen, die zur Viehzucht gezwungen wurden, ihre Würde zurückgibt. Sie ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Werte des Evangeliums eine Kultur positiv verändern können.

Liebe und Fürsorge im geprüften Aleppo, Syrien

Pater Hugo Alaniz, ein argentinischer Priester am Instituto del Verbo Encarnado (Institut des inkarnierten Wortes), dient seit vielen Jahren den Menschen in Aleppo, die während und nach dem Bürgerkrieg unermesslich gelitten haben. Neben der Deckung des Grundbedarfs konzentriert sich Pater Hugos Arbeit darauf, der zutiefst verletzten Bevölkerung Hoffnung und Liebe zu schenken.

Albanien nach dem Atheismus: Liebe zu den Armen

Schwester Julitha Kawishe, ursprünglich aus Kenia, dient mit ihrer Ordensgemeinschaft, den Schulschwestern von der Heiligen Familie, in Albanien.
Sie helfen den Armen in einem Land, in dem jahrzehntelanger brutaler Atheismus tiefe Wunden hinterlassen hat.

Ein indischer Priester im berüchtigten „Sodom und Gomorra“ von Accra

Pater Subash, ursprünglich aus Indien, arbeitet seit zwanzig Jahren in einem Viertel von Accra, Ghana, das als „Sodom und Gomorra“ bekannt ist – ein Name, der die harten sozialen Verhältnisse in der Gegend widerspiegelt. Angesichts der weit verbreiteten Armut und der sozialen Probleme hat Pater Subash eine Schule, eine einfache Klinik und ein Gemeindezentrum gegründet, um die grundlegendsten Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken.

Ein Brückenbauer zwischen Christen und Muslimen auf den Philippinen

Pater Sebastiano D’Ambra setzt sich seit Jahrzehnten in Mindanao für den interreligiösen Dialog zwischen christlichen Gemeinden und der muslimischen Mehrheit ein. Seine Arbeit wirkt der Radikalisierung junger Menschen wirksam entgegen und trägt dazu bei, religiöse Konflikte in einer Region zu verhindern, die seit Langem von Gewalt geplagt ist.

Mess-Stipendien: Helfen Sie Priestern zu überleben

In vielen armen Ländern kämpfen Priester ums Überleben. Oftmals haben sie keine andere Möglichkeit, Einkommen zu erzielen, als durch Mess-Stipendien von Wohltätern. Helfen Sie ihnen weiterhin mit einem Mess-Stipendium; aus Dankbarkeit werden sie die Eucharistie für Ihre Anliegen feiern.

Geschenke rund um die Mission

Zusätzlich zu unseren Angeboten für die Fastenzeit und Ostern bieten wir auch einige Geschenke mit Bezug zur Mission an.

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Afrikakerze

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Asienkerze

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Lateinamerikakerze

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Rosenkranz Kirche in Not

Kreuzwegmeditation

Nachfolgend finden Sie eine Kreuzwegmeditation, mit der Sie beten können. Wir werden in den kommenden Wochen alle Stationen des Kreuzwegs hinzufügen. Sie können diesen Kreuzweg zusammen mit einem „Osterrosenkranz“, einem besonderen Rosenkranz mit den 15 Kreuzwegstationen, einschließlich der Auferstehungsstation, beten.

„Wir bleiben zuversichtlich und hoffnungsvoll … Es gibt gewiss Samen des Todes. Wir müssen Werke der Auferstehung vollbringen! Der Kreuzweg führt letztendlich zur Herrlichkeit.“ (P. Jean-Jacques, Haiti)

Die diesjährigen Meditationen zum Kreuzweg wurden von Mitarbeitern von ACN International und Projektpartnern und aus Ländern verfasst, in denen Christen schweren Prüfungen und Leiden ausgesetzt sind. Unter ihnen sind Missionare, die oft weit entfernt von ihrer Heimat den Notleidenden die Frohe Botschaft Christi bringen. Mission ist keine Option. Sie ist das Lebenselixier der Kirche und sie hängt von der Großzügigkeit derer ab, die sie ermöglichen. Das weiß Papst Leo XIV., der viele Jahre als Missionsbischof in Peru tätig war, aus eigener Erfahrung.

Einführung

Herr Jesus, wir schauen auf dein Kreuz und begreifen, dass Du alles für uns hingegeben hast. Wir widmen Dir diese Zeit. Wir wollen sie nahe bei Dir verbringen, der Du von Getsemani bis zum Kalvarienberg gebetet hast.

Herr, Du hast jeden deiner Tage mit dem Gebet vorbereitet, und jetzt bereitest Du in Getsemani Ostern vor. Abba, Vater, alles ist Dir möglich – sagst Du – denn das Gebet ist vor allem Dialog und Vertrautheit; aber es ist auch Kampf und Bitte: Nimm diesen Kelch von Mir! Und es ist Anvertrauen und Hingabe: Aber nicht, was Ich will, sondern was Du willst. So bist Du im Gebet durch das enge Tor unseres Schmerzes eingetreten und hast es ganz durchschritten. Du hast „Furcht und Angst“ (Mk 14,33) empfunden: Furcht im Angesicht des Todes, Angst unter der Last unserer Sünde, die Du auf dir verspürt hast, während Dich eine unendliche Bitterkeit überkam. Doch inmitten des Kampfes hast Du „noch inständiger“ gebetet (Lk 22,44). So hast Du die Wucht des Schmerzes in ein Opfer der Liebe verwandelt.

Du hast uns nur um eines gebeten: bei Dir zu bleiben und mit Dir zu wachen. Du verlangst nicht das Unmögliche von uns, sondern Nähe. Doch wie oft habe ich Abstand von Dir genommen! Wie oft habe ich wie die Jünger geschlafen, statt zu wachen, wie oft hatte ich keine Zeit oder keine Lust zu beten, weil ich müde war, betäubt vom Komfort, schläfrig in der Seele. Jesus, sag mir, sag uns, deiner Kirche, noch einmal: „Steht auf und betet“ (Lk 22,46). Weck uns, Herr, rüttle uns aus der Benommenheit des Herzens auf, denn auch heute, gerade heute, ist unser Gebet Dir wichtig.

(Papst Franziskus, Kreuzweg im Kolosseum, 2024)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Jesus wird zum Tode verurteilt. Unter dem Druck der Menge und aus Angst, seine Macht zu verlieren, überlässt Pilatus Denjenigen, der die Wahrheit ist, der Grausamkeit der Henker.

Heute betrachten wir an dieser Station das Zeugnis der 21 koptischen Christen, die aufgrund des Hasses auf den Namen verurteilt wurden, den sie bis zu ihrem letzten Atemzug aussprachen: „Jesus“. Mit Handschellen gefesselt und wie Schafe zur Schlachtbank geführt, nahmen sie ihr Schicksal mit dem Frieden derer an, die wissen, dass der Sieg nicht von dieser Welt ist. In ihrem Martyrium erkennen wir ein Abbild des Opfers Christi: unschuldig, ausgeliefert durch den Hass, aber siegreich in der Liebe.

Sie wurden im Januar 2015 in Libyen getötet, wo sie arbeiteten, um ihre Familien zu unterstützen. Ihre Henker, Terroristen des Islamischen Staates, stellten ihre grausame Hinrichtung am Meeresufer zur Schau. In ihrem letzten Atemzug riefen sie den Namen Jesu und hinterließen ein unauslöschliches Zeugnis des Glaubens und des Mutes.

Zwanzig von ihnen waren ägyptische Kopten; der 21. Märtyrer, der als Matthew Ayariga, ein Mann ghanaischer Herkunft, identifiziert wurde, war zum Zeitpunkt seiner Gefangennahme kein Christ. Doch er war Zeuge des Glaubens seiner Kameraden und antwortete, als er von den Terroristen gefragt wurde, ob er Jesus ablehne: „Ihr Gott ist mein Gott“, obwohl er wusste, dass er dafür getötet werden würde.

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© ACN

Gebet

Das Opfer der koptischen Märtyrer erinnert uns daran, dass die Nachfolge Christi völlige Selbsthingabe bis in den Tod bedeutet, und fordert uns heraus, unseren Glauben mit Standhaftigkeit und Liebe zu leben.

Herr Jesus, Du, der Du zu Unrecht verurteilt wurdest, begleite und stärke diejenigen, die heute um deines Namens willen Verfolgung oder Diskriminierung erleiden. Möge das Zeugnis dieser Märtyrer uns inspirieren, unseren Glauben treu zu leben und keine Angst zu haben, deinen Namen inmitten der Welt zu verkünden. Amen.

(María Lozano, ACN International, nach ihrem Besuch bei den Familien der ägyptischen Märtyrer)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Herr, mit Dir tragen wir die Kreuze unseres Lebens, indem wir im Glauben und in der Hoffnung auf Dich schauen, aber auch gequält von ihrer Last. Hilf uns, trotz unserer Schwäche in vielen Momenten, das Kreuz unserer täglichen Bedürfnisse und der Schwierigkeiten des Lebens in diesem schrecklichen Krieg zu tragen, während wir unter der Ungerechtigkeit des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen leiden. Wir bitten Dich, oh Hirte unserer Seelen und unser Beschützer, dass unsere Nacht nicht immer dunkler wird und dass unsere Armut nicht in Elend umschlägt. Wir haben unseren Kindern kein Brot zu bieten, und unsere Netze sind leer. Unsere Zukunft ist ungewiss, und wir müssen darum kämpfen, die Probleme zu lösen. Entfache in uns den Eifer für Gerechtigkeit, trotz der Schmerzen, die wir erfahren haben, damit unser Leben nicht ziellos verloren geht, sondern in Würde gelebt werden kann. Die Last des Kreuzes ist leichter, wenn wir sie mit Dir tragen und gemeinsam erheben.

Gebet

Liebender Gott, wir kommen mit schwerem Herzen zu Dir und legen Zeugnis ab von dem Leid und der Gewalt, die die Menschen in Gaza und in vielen anderen Teilen der Welt weiterhin heimsuchen. Wir beten für ein Ende des Blutvergießens, der Zerstörung und des Kreislaufs der Vergeltung.

Mögen die Schreie der Unschuldigen – der Kinder, der Alten, der Schwachen – die verhärteten Herzen all derer durchdringen, die Macht und Einfluss ausüben. Inspiriere die Lenker der Staaten, den Mut und die Weisheit zu finden, den Weg des Dialogs, der Versöhnung und des gerechten Friedens zu beschreiten. Mögen sie die moralische Stärke haben, den Stimmen des Hasses und des Extremismus zu widerstehen und stattdessen auf die Bitten derer zu hören, die sich nach einer Zukunft ohne Angst sehnen.

Gib den Menschen im Gazastreifen und allen, die unter der Last der Besatzung, des Konflikts und der Unterdrückung leiden, Kraft und Widerstandsfähigkeit. Mögen sie die Hoffnung nicht verlieren, sondern den Glauben und die Entschlossenheit finden, eine Welt aufzubauen, in der Barmherzigkeit, Mitgefühl und Menschenwürde herrschen.

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© Holy Family Church, Gaza, September 2025

Herr, wir bitten Dich, lass deinen Geist des Friedens auf die von Gewalt zerrissenen Länder herabkommen. Möge Er verhärtete Herzen erweichen, verschlossene Ohren öffnen und alle Menschen auf den Weg der Gerechtigkeit, der Gleichheit und des gegenseitigen Verständnisses führen. Mach in deiner unendlichen Liebe dem Kreislauf der Gewalt ein Ende und führe uns zum Anbruch einer neuen Ära des Friedens. Wir sprechen dieses Gebet mit demütigem und reuevollem Herzen, denn wir alle bedürfen deiner heilenden Gnade. Amen.

(Schwester Nabila Saleh vom Heiligen Rosenkranz, die als Missionarin in Gaza gewirkt hat)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Die furchtbare Geißelung, der Blutverlust, das Kreuz auf den Schultern, der Spott der Menge – der Herr bricht zusammen. Sein furchtbarer Sturz führt uns auch zu jenen Momenten unseres eigenen Lebens, in denen wir straucheln und fallen; zu den persönlichen Kämpfen in Krankheit, Überforderung, Verlassenheit, Dunkelheit und Leid. Zeiten, in denen wir ohnmächtig scheinen und uns die Kraft verlässt. Im Blick auf Ostern lernen wir, dass diese aktuellen Nöte nicht das letzte Wort haben werden. Dass wir zusammen mit dem Herrn dennoch aufstehen und weitergehen können – auf Golgotha zu – durch das Kreuz in das Licht ewiger Glückseligkeit.

Mit weit geöffnetem Herzen richten wir an dieser Station unseren Blick auf jene Mitchristen, die als kleine, stille, oft benachteiligte Minderheit an Orten leben, an denen das Samenkorn der Erlösung schon früh Wurzeln geschlagen und Früchte getragen hat, wie zum Beispiel in der Türkei. Dort entstanden die ersten christlichen Gemeinden. Hier wurden die Jünger Jesu zum ersten Mal „Christen“ genannt. Auch befinden sich die sieben Gemeinden, an die sich die Offenbarung des Johannes wendet, oder auch das Haus Mariens, in dem sie mit Johannes gelebt hat, in der Türkei. Der heilige Paulus predigte in diesem Land, und viele Märtyrer gaben ihr Leben für das Evangelium – in Städten wie Ephesus, Nicäa und Antiochia, darunter die heilige Barbara, die heilige Margareta, die Märtyrer von Nikomedia …

Die jahrhundertelange Glaubensgeschichte in der Türkei bezeugt den Wechsel von Fall und Auferstehung, von Evangelisierung und Verfolgung bis zum heutigen Tag. Bei dieser Station beten wir für die wenigen verbliebenen Christen und mutigen Missionare in der Türkei und in ähnlichen Ländern, die ein Leben mit großen Herausforderungen führen.

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Mosaik der Jungfrau mit Kind, Hagia Sophia, Istanbul, Türkei © ACN

Gebet

Herr Jesus Christus, wir blicken auf Dich, wie Du unter großen Schmerzen unter der Last des Kreuzes zusammenbrichst, wieder aufstehst und weitergehst. An dieser Station bitten wir Dich für unsere Brüder und Schwestern in der Türkei und an anderen Orten in der Welt, an denen das Evangelium einst kraftvoll verkündet wurde und heute nur noch mit schwacher Stimme präsent ist. Wo das Christentum zu Boden gedrückt scheint und die Christen nur unter großer Anstrengung aufstehen und weitergehen können. Wir bitten Dich, stärke diese kleinen christlichen Gemeinschaften und schenke ihnen Mut und Hoffnung, damit sie nicht aufgeben und immer wieder neu aufstehen und im Glauben gestärkt weitergehen. Möge ihr mutiges Zeugnis für Christus auf ihrem heiligen Boden trotz aller Schwierigkeiten ein immer größer werdendes Licht in der Dunkelheit sein. Amen.

(Pater Anton Lässer, CP, Kirchlicher Assistent, ACN International)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Wie jeder Mutter wäre es Maria lieber gewesen, diejenige zu sein, die die Last dieses riesigen Kreuzes trägt! So ging es auch der Mutter von Akash Bashir. Sie wünschte, sie wäre statt ihres Sohnes mit dem Selbstmordattentäter explodiert.

Akash Bashir, ein junger Pakistani im Alter von nur 20 Jahren, bewachte den Eingang seiner Pfarrkirche, um die christliche Gemeinschaft vor möglichen Angriffen von Extremisten zu schützen. Als er am 15. März 2015 den Eingang der überfüllten Kirche bewachte, bemerkte er einen Mann, der mit einem Sprengstoffgürtel bewaffnet eintreten wollte, um ein Massaker an Christen zu verüben.

Mit Mut und Entschlossenheit stellte sich Akash zwischen den Angreifer und die Gläubigen: „Lieber sterbe ich, als dass ich dich reinlasse!“ Dann flog er mit seinem Angreifer in die Luft und hinterließ seiner Mutter nicht einmal einen intakten Körper, um den sie trauern konnte.

Du hättest fliehen oder versuchen können, dich selbst zu retten, du kleiner Märtyrer, aber du hast es vorgezogen, wie Christus dein Leben hinzugeben, um all die mehr als tausend Menschen zu retten, die an diesem Tag zur Sonntagsmesse in der Kirche waren.

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© ACN

Gebet

Danke, Herr Jesus, der Du Dich in deiner unendlichen Liebe entschieden hast, für uns alle zu sterben! Wir danken Dir auch für die unzähligen Märtyrer, die sich geopfert haben, um andere zu retten.
Maria, Mutter Jesu, begleite deine verfolgten, leidenden Kinder, wie du Jesus bis unter das Kreuz begleitet hast. Wir vertrauen dir auch das Leiden und Weinen aller Mütter der Erde an. Amen.

(Schwester Ida Porrido, Missionarin der Paulus-Schwestern, Pakistan)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Simon von Zyrene wurde gezwungen, das Kreuz mitzutragen. Die Not der durch extremistische Gewalt Vertriebenen spiegelt die Erfahrung Simons wider, denn unzählige Familien werden aus ihren Häusern gerissen und sind gezwungen, auf der Suche nach Sicherheit zu fliehen. Die Schrecken der Entführungen, bei denen Menschen – oft Priester, Frauen und Kinder – verschleppt werden, ihrer Freiheit beraubt und unvorstellbaren Demütigungen ausgesetzt, gehen einher mit Momenten der Verzweiflung, die ihr Leben ähnlich wie das von Simon prägen.

Das Kreuz, das sie tragen, ist nicht nur ihr eigenes; es erstreckt sich auf die globale Gemeinschaft und ruft uns zum Handeln gegen Ungerechtigkeit auf. Indem wir ihre Geschichten erzählen, tragen wir ihre Last, wie Simon es für Christus tat, und erinnern uns an unsere moralische Verpflichtung, für diejenigen einzutreten, die durch Angst und Leid zum Schweigen gebracht werden. Ihre Kämpfe werden zu unserem Gebet, ihre Träume vom Frieden zu unserem Auftrag.

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© ACN

Gebet

Himmlischer Vater, wir bringen im Gebet die Märtyrer unserer Zeit vor Dich – jene, die Prüfungen von Verfolgung und Gewalt ertragen. Schenke ihnen Kraft in ihrem Leiden und Frieden in ihren Herzen. Möge die Verzweiflung, mit der sie konfrontiert sind, in uns die Flamme der Hoffnung entfachen, die uns zum Handeln und zur Barmherzigkeit antreibt. Hilf uns, ihre Last zu tragen, wie Simon von Zyrene es tat. Lass uns Zeugen der Hoffnung in einer zerbrochenen Welt sein. Amen.

(Pr. Maurice Kwairanga, Direktor der Kommission für Justiz, Entwicklung und Frieden in Yola, Nigeria)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Während ich diesen Weg des Leidens gehe,
sehe ich das Gesicht Jesu, zerschlagen und zermalmt.
Aber ich sehe auch das Gesicht von Frauen, meinen Schwestern,
die denselben Schmerz und dieselbe Schande ertragen haben.

Ihre Gesichter sind, wie das von Jesus, von Tränen übersät,
Ihre Augen sind wie die seinen von tiefer Traurigkeit erfüllt.
Sie wurden ausgebeutet, vergewaltigt und geschändet,
sie werden angeklagt, nackt zur Schau gestellt, beschämt, verraten und zurückgewiesen,
ihre Körper sind wie der Seine gebrochen und verwundet.

Aber trotz all dieses Leids strecken sie die Hand aus,
wie Veronika, um andere im Schmerz zu trösten.
Sie wischen die Tränen der Leidenden weg,
und haben ein offenes Ohr für diejenigen, die zerbrochen sind.

Mitten in ihrem eigenen Trauma finden sie die Kraft,
sich um andere zu kümmern, zu trösten und zu heilen.
Sie sind die Veronikas unserer Zeit,
sie wischen die Tränen der Leidenden weg und zeigen das Antlitz Gottes.

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© ACN

Nehmen wir uns einen Moment Zeit, um über die bemerkenswerte Stärke dieser Frauen, unserer Schwestern, nachzudenken, die trotz ihres eigenen Leidens immer noch die Hand ausstrecken, um andere zu trösten.

Gebet

Lieber Gott, wir beten für unsere Schwestern, die leiden.
Mögen sie Ihre Liebe und Ihren Trost erfahren.
Mögen wir durch ihr Beispiel ermutigt werden,
anderen im Schmerz die Hand zu reichen und ihre Tränen abzuwischen.
Amen.

(Schwester Christine Joseph, Ordensschwester in Indien)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Herr Jesus, wieder einmal fällst Du unter der Last deines Kreuzes, Symbol für unsere Sünden. Durch diesen Fall erinnerst Du uns an die Härte des Weges, den Du gewählt hast, um uns zu retten. Wie Du wird auch das kongolesische Volk von endlosem Leid überwältigt – seit über 30 Jahren. Über 15 Millionen unschuldige Seelen sind dem Krieg zum Opfer gefallen, der Ungerechtigkeit, der Gier und der Brutalität unserer Welt.

Herr, wir sehen dieses Leid in den Blicken der Frauen, Kinder und Männer, die noch ein wenig Licht in einer Welt suchen, die in der Dunkelheit des Egoismus versunken ist. Ihr Leid ist tief, aber sie haben noch Hoffnung wieder aufzustehen, so wie Du, Jesus, dich von deinem Fall erhoben hast. Trotz des Grauens deines Kreuzweges hast Du nicht aufgegeben. Du bist noch einmal aufgestanden und hast dein Kreuz mutig weitergetragen, ein Vorbild der Hoffnung und Ausdauer für uns. Mögen wir wie Du die Kraft haben, wieder aufzustehen, auch wenn uns alles zu erdrücken scheint.

Mögen wir in unserem eigenen Leben deinem Beispiel folgen, mögen wir erkennen, dass ein jeder Fall nicht das Ende, sondern ein Schritt hin zur Erlösung ist. Möge deine Liebe, Herr, die Wunden der Leidenden heilen und für sie ein Aufruf zur Hoffnung und Umkehr sein.

Denken wir an alle Opfer von Krieg und Ungerechtigkeit auf der ganzen Welt. Ahmen wir ihre Ausdauer und ihren Glauben inmitten des Leidens nach. Denken wir über unsere Gleichgültigkeit und unser Schweigen nach, die manchmal an Komplizenschaft grenzen. Seien wir Friedensstifter und Verteidiger der Armen und Unterdrückten.

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© ACN

Gebet

Herr Jesus, der Du nach deinem Fall wieder aufgestanden bist, gib uns die Kraft, in unseren eigenen Prüfungen standhaft zu bleiben. Schenke dem kongolesischen Volk die Gnade der Widerstandsfähigkeit, einen unerschütterlichen Glauben trotz aller Prüfungen und den Mut zur Vergebung. Richte die Gefallenen wieder auf, tröste und stütze sie. Schenke den Verstorbenen ewiges Leben. Möge dein Friede in diesem leidenden Land herrschen und deine Heilung jedes Herz berühren. Amen.

(Pater Olivier Ndondo, Provinzial der Väter vom Allerheiligsten Sakrament, DR Kongo)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Auf seinem Weg nach Golgatha sieht Jesus eine Gruppe von Frauen, die um Ihn weinen. Dort, am Wegesrand, bringt sein Mitgefühl sie dazu, näher zu kommen. Selbst in seinem Todeskampf blickt Jesus sie liebevoll an und sagt ihnen, dass sie nicht um Ihn weinen sollen, sondern um sich und ihre Kinder. Es ist ein Aufruf an das Gewissen, nicht nur Zuschauer des Leidens zu sein, es ist eine Aufforderung, den Schmerz in Hoffnung, in Handeln zu verwandeln.

In Mexiko sehen wir heute denselben Schmerz in den „madres buscadoras“, den „suchenden Müttern“, in den Frauen, die ihre Kinder durch Gewalt verloren haben, in denen, die das Andenken an diejenigen bewahren, die uns genommen wurden, und die nach Gerechtigkeit rufen. Sie weinen nicht nur: Sie suchen, sie begleiten einander, sie leisten Widerstand. Ihr Kampf ist ein Schrei, der eine Gesellschaft herausfordert, die sie meist nicht beachtet.

Für sie und für alle Menschen in Mexiko, die von Gewalt betroffen sind, haben die mexikanische Bischofskonferenz, die mexikanische Provinz der Jesuiten, die mexikanische Konferenz der Ordensoberen (CIRM) und der Bischöfliche Laienrat vor mehr als zwei Jahren den Nationalen Dialog für Frieden ins Leben gerufen, einen Weg der Friedensbildung, der die Stimmen und Bemühungen von mehr als 40 000 Menschen aus 1600 Institutionen zum Ausdruck gebracht hat, um eine mögliche gemeinsame Zukunft aufzubauen.

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Gebet

Herr, lass uns nicht gleichgültig sein gegenüber dem Leid derer, die ihre Angehörigen durch Gewalt verloren haben, derer, die suchen, ohne eine Antwort zu erhalten, derer, die nicht gesehen wurden. Gib uns den Mut, mit ihnen zu gehen, ihren Kampf zu unterstützen und uns weiterhin unermüdlich für den Frieden einzusetzen. Amen.

(Nationale Kommission Justitia et Pax in Mexiko)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

„Gott, der Herr, wird mir helfen. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.“ (Jes 50,7)

Der Sohn Gottes bricht unter der Last des Kreuzes zusammen. Er, der den Blindgeborenen geheilt, den Gelähmten auf die Beine gebracht und Tote auferweckt hat, bricht in einem enttäuschenden Trauerspiel zusammen: War also all diese Macht, die drei Jahre lang gegen die Mächte des Bösen eingesetzt wurde, nur ein raffinierter Taschenspielertrick? Hatte der Geist Gottes Abschied genommen von dem, der sich Gott gleichstellte?

Aber im Licht der Auferstehung verschwinden diese Fragen, die all unsere Zweifel in sich tragen. Unsere Augen entdecken einen Gott, der nicht vorgetäuscht hat, Mensch zu sein; einen Gott, der Gott ist, aber arm und in seiner menschlichen Zerbrechlichkeit bedroht, wie so viele Menschen mit tragischen Geschichten:
Beispielsweise Sonia, die mit fast erstickter Stimme am Telefon darum bittet, sie im Gebet zu tragen, weil sie keine Kraft mehr hat: Terroristen haben gerade sieben Mitglieder ihrer Familie in der Sahelzone von Burkina Faso massakriert.

Oder die Mitglieder der Familie Sawadogo, deren Leben von einem Tag auf den anderen in einen Albtraum verwandelt wurde, weil die Infanteristen des Todes kamen und sie kurzerhand aus ihrem Dorf vertrieben.

Wie Christus, dessen Würde mit Füßen getreten wurde und der mit seinen Kräften am Ende ist, gibt es in den Lagern für Binnenvertriebene in unserem Land so viele Frauen und Männer, die an Leib und Seele verletzt sind.

Doch schauen wir auf Christus. Er ist wieder aufgestanden, bewegt von der Liebe zum Heil der Menschen. Die Betrachtung dieser Szene lädt uns dazu ein, nicht zu Komplizen des Unglücks anderer zu werden. Sie regt uns auch zu den richtigen Gesten und Worten gegenüber all jenen an, die Ungerechtigkeit erleiden, die Opfer des Terrorismus sind, die aus dem einen oder anderen Grund am Leben verzweifeln.

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© ACN

Gebet

Herr, Du fällst zum dritten Mal unter der Last des Kreuzes. Es ist zweifellos schwer. Doch deine Liebe zu Gott und deine Treue zu deiner Mission sind die beiden Arme, die Dich aufrichten. Du verstehst diejenigen, die wegen der terroristischen Gewalt zusammengebrochen sind und das Leben nicht mehr ertragen; Du verstehst auch diejenigen, die in der Finsternis des Zweifels sind, weil die Spuren deiner Gegenwart durch die Bosheit des Menschen verwischt wurden. Gewähre ihnen die Gnade der Vergebung, die Stärke der Widerstandsfähigkeit und die Tugend der Hoffnung. Amen.

(Bischof Guy Sanon, Diözese Nouna, Burkina Faso)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Am 15. April 2023 brach im Sudan ein Krieg aus. Eine für die Hauptstadt völlig neue Situation, da frühere Konflikte an der Peripherie des Landes stattgefunden hatten. 14 Millionen von uns mussten ihre Häuser verlassen, um vor der Gewalt zu fliehen, einige wurden mit vorgehaltener Kalaschnikow vertrieben. Wenn man weggeht, lässt man ein Zuhause zurück, von dem man nicht weiß, ob man zurückkehren kann, eine Familie und Freunde, die man vielleicht nie wieder sieht, einen Arbeitsplatz, ein Studium, Träume, Projekte,… um sich dem Unbekannten zu stellen und fast alles zu verlieren.

Der Krieg im Sudan wütet nun schon seit fast drei Jahren und bringt Tod und Zerstörung mit sich. Aber das scheint den großen Entscheidungsträgern egal zu sein. Die Nationen, die Waffen herstellen und mit ihnen handeln, werden immer reicher, während das sudanesische Volk seiner natürlichen Ressourcen beraubt wird, mit denen die Waffen bezahlt werden. Tausende von Menschenleben voller Würde, Träume und Werte werden vernichtet. Es scheint, dass uns sogar unser Name genommen wird und wir zu einer bloßen Zahl werden, die für einen kurzen Moment die Herzen bewegt und dann unter vielen anderen Zahlen verschwindet.

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© Comboni College of Science and Technology Port Sudan

Gebet

Gott, Vater der Barmherzigkeit, durch die Menschwerdung deines Sohnes hast Du Dich mit den Millionen von Menschen verbunden, die durch die Gewalt des Krieges ihrer Heimat, ihrer Arbeit und ihrer Träume beraubt werden. Während diese Menschen in den Augen der Welt scheinbar keinen Wert haben, ist ihre Würde vor Dir unendlich groß. Hilf uns, nicht gleichgültig oder passiv zu sein angesichts der Dynamik, die den Menschen ihre Würde raubt. Erleuchte uns, Wege zu finden, diese Mechanismen zu durchbrechen und neue zu schaffen, die die menschliche Würde wiederherstellen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

(Pater Jorge Naranjo, Comboni-Missionar im Sudan)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Herr, seit fünf Jahren sind die Christen in Myanmar ans Kreuz des Leidens genagelt. Sie können nicht herabsteigen. Sie bleiben voller Treue dort, begleiten und unterstützen ihr Volk, ertragen die Gewalt des Krieges und den Hunger. Wie Du wurden viele von ihnen ihrer gesamten Habe beraubt: Ihre Häuser wurden niedergebrannt, ihre Dörfer zerstört, die Kinder haben ihre Schulen verloren, die Alten ihr Zuhause. Tausende sind in den Dschungel geflohen, vereint mit Dir auf Golgatha, ohne Wasser, ohne Nahrung, mit der Angst, die an ihnen haftet.

Wir denken an die Priester, Ordensschwestern und Katecheten, die trotz ihrer Angst weite Strecken zurücklegen und große Gefahren auf sich nehmen, um den Glauben der Menschen zu stärken. Sie bleiben bei ihnen, sie geben nicht auf, sie hören nicht auf, Hoffnung zu verkünden. Wie Du am Kreuz, so ist ihre Hingabe vollkommen.

Und dennoch: Sie alle – wie Du ans Kreuz genagelt – hören nicht auf zu lieben, zu glauben. Ihre verwundeten Hände segnen weiter. Ihr stilles Wirken ist ein Schrei, der uns herausfordert: Haben wir den Mut, ihr Leiden zu betrachten, ohne den Blick abzuwenden? Herr, lass uns uns nicht an ihr Leiden gewöhnen und sie nicht allein lassen. Möge ihr Kreuz uns aufrütteln und uns zu Werkzeugen Deines Friedens machen.

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© ACN

Gebet

Christus, unser Erlöser, stehe unseren Brüdern und Schwestern in Myanmar bei, die zusammen mit der ganzen Bevölkerung leiden. Sei ihr Brot im Hunger, ihr Zufluchtsort auf der Flucht, ihr Frieden inmitten der Gewalt. Und schenke uns den Mut, sie zu begleiten, sie nicht zu vergessen und gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung zu sein. Amen.

(Gläubige aus Myanmar)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Du stirbst mit einem Schrei, der für einen mit Macht bekleideten Gott unverständlich ist. Derselbe Schrei, der in dem blinden und tauben Tumult der Menge untergeht, ein Schrei der Majestät, für alle, die Dir von unten folgen. Und dann verwandelt er sich in das Stöhnen des kleinen Mädchens, das nicht mehr die Kraft hat, weiterzukämpfen.

Und Du stirbst und hinterlässt für später das Schweigen der Wunden, die nicht mehr schmerzen… Während das Klagen der Ohnmacht, die heute nicht einmal einen Bissen Nahrung finden konnte, verstummt, und die anhaltende erstickende Not derer, die vor dem Hass des Verfolgers fliehen, sich wie eine Nacht über die Asche ausbreitet.

Aber ich höre sie nicht mehr. Die Wut des Windes und des Schwertes hat sie hinweggefegt, und ich weiß nicht mehr, ob es dort je Leben gab. Denn dein Tod, o Gott, sind alle Tode, alle Schreie, alle Wunden…

Es ist Zeit aufzustehen! Aber alles, was ich tun kann, ist, mich fallen zu lassen und mich in deinen Wunden zu verstecken, so tief ich kann, hoffnungslos… Du bist gestorben, mein Gott, und dann erreicht dein Schrei das Herz der Erde, das bebt… Aber vielleicht ist es das ganze Universum. Alles, was ich spüre, ist ein unaufhörliches Kribbeln in meinen Füßen. Das Schlagen der Trommeln, das an diesem Tag, in dieser Nacht nicht aufhören kann…

Und nach und nach spalten sich die Felsen, und alle Gräber werden freigelegt, und alle Wege sind für mich verloren, und ich bin gezwungen, meine Augen zu heben… bis ins Unendliche. Und dann sehe ich sie, rennend, wie sie im Wind lacht, wie sie durch eine Wiese voller Blumen und Schmetterlinge springt, meine kleine Hoffnung!

Und endlich verstehe ich, dass Du gestorben bist, damit der Hass stirbt, damit das Böse nie wieder über die Erde triumphiert und der Zorn für immer begraben ist.

Deshalb stirbst Du immer, ewig, und nichts kann jetzt mehr meine kleine Hoffnung in dieser Welt auslöschen. Lass mich jetzt hier liegen, verborgen in deinen Wunden, denn in ihnen triumphierst Du, mit diesem majestätischen Schrei, über die ganze Finsternis der Welt!

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Gebet

Unser Gott und Vater, Herr allen Lebens, der Du uns an diesem Tag der heiligen Liebe erlaubst, den Tod deines geliebten Sohnes zu betrachten, und uns aufrufst, die Kraft der Hoffnung in den Wunden aller Gekreuzigten zu entdecken, erhebe unsere zerbrochenen Herzen, erneuere unsere Anwesenheit bei den Bedürftigsten, mit Treue und Vertrauen, und gib uns die Gewissheit des Glaubens, der die Welt überwindet. Im Namen Jesu, unseres Herrn, der mit Dir Gott ist, in der Einheit des Heiligen Geistes. Amen.

(P. Eduardo A. Roca-Oliver, Missionar in Mosambik)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Die 13. Station des Kreuzweges stellt den Moment dar, in dem Jesus vom Kreuz abgenommen und Maria in die Arme gelegt wird. Dies ist ein tiefer Augenblick, in dem wir über das Leiden und die Liebe nachdenken können. In diesem tragischen Moment empfängt Maria den leblosen Körper ihres Sohnes – ein Ausdruck nicht nur des Schmerzes einer Mutter, sondern auch der tiefen Verbindung zwischen dem Leiden Christi und der Erlösung der Menschheit.

Maria wird in ihrem Schmerz zu unser aller Mutter, auch wenn wir uns dessen nicht alle bewusst sind. Und doch bleibt sie die Mutter aller Brüder und Schwestern Jesu. Ihre schmerzliche Trauer wird noch verstärkt durch das Bewusstsein des schrecklichen Verbrechens an ihrem Sohn Jesus, mit dem sie zutiefst verbunden ist und der sein Leben für die Menschheit hingegeben hat.

Dieser historische und dramatische Moment wird als ein Akt großer Liebe und tiefen Mit-Leidens beschrieben, in dem Maria über den unermesslichen und unverdienten Schmerz ihres unschuldigen Sohnes nachdenkt. Das Schwert, das ihre Seele durchdringt, wie von Simeon prophezeit, steht für den Schmerz jeder Mutter auf Erden, die ein Kind verliert, aber auch für den Schmerz jedes Menschen, der Leid erfährt. All dies lädt dazu ein, über das Leiden Unschuldiger und über die Gegenwart Gottes im menschlichen Leiden nachzudenken. Jesus ist die neue Gestalt des leidenden Gottesknechts, der das gesamte Leid der Menschen, der Völker, der einsamen, ungeliebten, verletzten, verzweifelten, verlassenen und gekreuzigten Menschen auf sich nimmt. Er ist das schönste Symbol für die Liebe und Solidarität Gottes mit der Menschheit. Es ist die Schönheit der Liebe, die rettet. Das Leiden Jesu ist nicht nur ein historisches Ereignis, sondern ein Geheimnis, das zu tiefer Kontemplation und geistlicher Verbundenheit mit den Opfern der Geschichte einlädt.

Das Leiden Christi hat auch eine heilsame, erlösende, kathartische, therapeutische, befreiende, verändernde und heilende Bedeutung. Durch seinen Tod hat Jesus den Weg zur Auferstehung und zur Hoffnung geebnet. So ist das Leiden kein Selbstzweck, sondern führt zu einer Verwandlung und einem neuen Leben. Indem sie den Leib Jesu empfängt, wird Maria zur Mutter einer Vielzahl von Kindern, indem sie alle in ihrem Schmerz und ihrer Hoffnung vereint. In diesem Moment der Kontemplation sind wir eingeladen, die Gegenwart Gottes selbst in den dunkelsten Momenten des Lebens zu erkennen. Das Leiden Jesu und Mariens erinnert uns daran, dass wir in unseren Drangsalen nicht allein sind. Wir sind aufgefordert, unser Leiden mit tiefem Glauben, Hoffnung, Mut und Widerstandsfähigkeit zu leben, in dem Wissen, dass jede Träne und jeder Schmerz, jeder Schrei und jeder Ruf einen tiefen Sinn in Gottes Heilsplan haben. Die Schönheit der Liebe, die sich durch das Leiden ausdrückt, ist ein Aufruf an alle, Zeugen der Hoffnung und Märtyrer der Liebe in der Welt zu werden.

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Gebet

Maria, Mutter und Lehrmeisterin selbst im Schmerz, lehre uns, Jesus nachzuahmen und in Treue zu seiner Liebe in den Höhen und Tiefen, den schweren Prüfungen und schrecklichen Widersprüchen des Lebens auszuharren, um das Reich zu erben, das jenen verheißen ist, die sich ganz der heiligen, großen und ewigen Sache Christi und dem Evangelium der Liebe hingeben, das in der Welt die ewige Zivilisation der Liebe, die „Civitas Dei“, einleitet. Oh Maria, bitte für uns und breite deinen Mantel der Gnade über unsere Wunden und Schwächen aus, sodass wir in der Hoffnung, die nicht enttäuscht, den Anbruch der Auferstehung Christi in unserer menschlichen Geschichte betrachten können. Amen.

(Bischof Pierre-André Dumas, Diözese Anse-à-Veau und Miragoâne, Haiti)

Pr. Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
A. denn durch dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Die Welt, in der wir leben, ist komplex. Manchmal gelingt es dir, viele gute Dinge zu sehen, und du fühlst dich mit Frieden erfüllt. Das inspiriert deine Entscheidungen und leitet dein Handeln. Von Liebe erfüllt, möchtest du diese Liebe unaufhörlich teilen. Doch manchmal ist deine Erfahrung genau das Gegenteil. Als ob jemand in dieser Welt nicht nur die Liebe verbieten und zerstören, sondern auch ihre Grundlagen auslöschen wollte.

So ist es den Priestern und Gläubigen in den von Russland besetzten Pfarreien der Ostukraine ergangen. Vor dem Beginn der großangelegten Invasion pulsierte das Leben auf vielfältige Weise. Die Priester fuhren als großes, freundschaftliches Team in einem Kleinbus von Kirche zu Kirche, um das Volk Gottes zum Gebet zu versammeln, die Beichte zu hören und die Heilige Messe zu feiern, die Menschen geistlich zu begleiten und in Leid und Trauer Trost zu spenden. Studentenwohnheime, Altenheime, Obdachlosenunterkünfte, Sozialküchen, Jugendzentren – das war nur ein kleiner Teil der vielfältigen Aktivitäten, die täglich selbst die dunkelsten Ecken des menschlichen Daseins erhellten.

Und dann kam plötzlich ein Tag, an dem anstelle des Glockenläutens die Sirenen heulten; anstelle des Gebetsgesangs in der Kirche hörten die Menschen Bombenexplosionen und die Schreie der Verwundeten. Statt fröhlicher Kinder, die zur Schule liefen, waren nur Panzer zu sehen, die alles auf ihrem Weg zerstörten…

Eines Morgens stürmten mitten in der Feier der heiligen Messe russische Soldaten in die Kirche und unterbrachen das Gebet. Stundenlange Verhöre und Schläge, absurde Anschuldigungen und demütigende Misshandlungen… Dann das Urteil: „Du hast kein Recht auf Leben, du hast keinen Platz in unserer Welt!“ Und durch die stillen, menschenleeren Straßen der verängstigten Stadt fuhr ein schwarzes Auto und brachte ihn der Vergessenheit entgegen… Den Gläubigen drohten sie, nie wieder in die Kirche zurückzukehren. Seitdem haben die Menschen ihren Priester nicht mehr gesehen. Seine Stimme hat sich in dieser Kirche nicht mehr zum täglichen Gebet erhoben: „Lasst uns in Frieden zum Herrn beten …“

Und nur Schmerz und Sehnsucht blieben vor der Kirche zurück, in der Du, Jesus, eingeschlossen wurdest – wie einst, als man dein Grab versiegelte.

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Gebet

Jesus, dein lebloser Körper spürt noch die Wärme der zärtlichen mütterlichen Umarmung Mariens. Ihre Tränen waschen deine bereits erkalteten Wunden. Ihr Blick begleitet Dich bis zum allerletzten Moment – bis der Stein dein Grab endgültig verschließt. Der größte Schmerz durchbohrt ihr Herz – jener Schmerz, von dem einst der greise Simeon sprach, als sie das Jesuskind in ihren Armen hielt (vgl. Lk 2,35).

Neben dir, Maria, stehen in diesem Schmerz viele Familien, die Verzweiflung, Leiden und den Tod ihrer Angehörigen erleben. Dein mütterlicher Trost und deine liebevolle Unterstützung in solch schweren Momenten des Lebens geben Kraft, nach vorne zu schauen und dein Gebet für die Umkehr der Herzen zu unserem eigenen zu machen.

Jesus, heile unsere Welt, erfülle sie mit Liebe, gieße Frieden und Respekt in die Herzen der Menschen. Lass die Erfahrung der „Grabesruhe“ in unserer Realität verwandelt werden in die Erfahrung der Auferstehung eines jeden gefallenen Menschenlebens. Amen.

(Mgr Maksym Ryabukha, Griechisch-Katholischer Erzbischof von Donezk)

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