Syrien: „Jesus ist mein Fels“- Kirche in Not legt den Grundstein für die Renovierung von etwa 100 Häusern die in homs zerstört wurden

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16/05/2018 Leuven – Der Beginn des Wiederaufbaus von 97 Häusern, die vertriebenen christlichen Familien aus Homs gehören, wurde am 1. Mai, dem Festtag des heiligen Josefs, des Arbeiters, mit einer Zeremonie gefeiert. Die päpstliche Stiftung Kirche in Not unterstützt dieses ökumenische Projekt mit 300.000 Euro.

Während der Feier am 1. Mai in der syrisch-orthodoxen Kathedrale von Um Al-Zehnar erhielten die Eigentümer der Häuser ein kleines Stück Fels, um sie damit an das Schriftwort “Jesus ist mein Fels” das feste Fundament, dem sie vertrauen und auf dem sie ihre Zukunft aufbauen können, zu erinnern.

Kirche in Not  hat bereits den Wiederaufbau weiterer 110 Häuser in Homs unterstützt. Dies ist jedoch das erste gänzlich ökumenische Projekt, da die 97 Bewerber des Projektes “Jesus ist mein Fels” verschiedenen Konfessionen angehören: Sowohl der katholischen (1 maronitische Familie und 26 griechisch-melkitische Familien) wie auch der orthodoxen (11 griechisch-orthodoxe und 59 syrisch-orthodoxe Familien). Das Wiederaufbaukomitee möchte damit ausdrücklich die Vielfältigkeit der christlichen Kirchen in Syrien widerspiegeln.

Bei der Feier waren der griechisch-melkitische Erzbischof von Homs, Abdo Arbach und der syrisch-orthodoxe Erzbischof Selwanos Boutros Al-Nemeh, anwesend, um die christlichen Familien zu segnen, die im Krieg so viel gelitten haben und um sie für ihr Wiederaufbauprojekt zu ermutigen. Die Arbeiten in Homs werden bald beginnen. Es ist vorgesehen, dass die 97 Häuser bis zum Ende des Sommers fertig sein sollen.

Bei der Feier unterstrich Pater Andrzej Halemba, der Verantwortliche von Kirche in Not für Projekte im Nahen Osten, wie wichtig es ist, im Glauben und mit Gottvertrauen aufzubauen, denn “wenn der Herr nicht das Haus baut, arbeiten die Bauleute vergebens” (Psalm 127, 1). Der Priester rief dazu auf, Gott dankbar zu sein, da Er sich um die Menschen kümmert und bat darum, die Wohltäter von Kirche in Not ins Gebet einzuschließen.

Nach den Feierlichkeiten kommentierte Aziz Al Houri zusammen mit seiner Frau gegenüber der Stiftung Kirche in Not : “Wir danken euch für das, was ihr tut. Wir freuen uns besonders für unsere Kinder. Wir werden in unsere Häuser zurückkehren!”.  Eine junge werdende Mutter drückte ihre Vorfreude aus, in ihrem eigenen Haus, das auch renoviert wird, ein Kind auf die Welt zu bringen. “Wir warten schon sehnlichst darauf, wieder zurückzukehren und, so Gott will, wird dies bald sein”.

Msgr. Abdo Arbach & Msgr. Selwanos Boutros
Al-Nemeh

Die Häuser, die renoviert werden, sind zum Teil beschädigt. Einige Ingenieure untersuchten vor Ort und Haus für Haus, ob die Arbeiten nötig sind. Hala Mashhour, eine junge, ehrenamtliche Architektin, die an diesem Projekt mitarbeitet, , verbarg die Schwierigkeit dieser Unternehmung nicht, unterstrich aber ihre Bedeutung für die örtliche Gemeinschaft. Auch erzählte sie  Kirche in Not , wie froh sie sei, dass sie zum Wohlergehen ihres Landes und, insbesondere auch ihrer Stadt, beitragen könne: “Ich bin von diesem Projekt begeistert, da ich Homs quasi mit einem «neuen Gesicht» und seiner wiedergewonnenen Schönheit sehen möchte”. Ihre eigene Familie wohnt zurzeit in Miete in einer kleinen Wohnung für sechs Personen, die um die 50 Dollar (25.000 SYP) im Monat kostet.

Homs ist die drittgrößte Stadt Syriens. Diese strategisch wichtige Stadt war jahrelang Zentrum der Kämpfe zwischen der Regierung und Oppositionskräften. Der Krieg in Syrien ist noch nicht zu Ende, aber die Zustände bessern sich und das tägliche Leben in Homs normalisiert sich. Es gibt in Homs noch einige Gemeinden, die in Trümmern liegen, seit sie zerstört wurden, wie zum Beispiel der Stadtteil Al Hamidieyh.

97 Häuser sind keine große Anzahl im Vergleich mit all denen, die neu aufgebaut werden müssten, aber es ist ein Hoffnungszeichen. Unterstützung wird bevorzugt christlichen Familien verschiedener Riten und Konfessionen gewährt, deren finanzielle Situation sehr schlecht ist und die nicht nur die Miete nicht zahlen können, sondern oft von der Wohltätigkeit der Kirche leben. Die Christen möchten in ihre Häuser zurückkehren und dies ist ein konkretes Zeichen, dass in Homs wieder eine christliche Gemeinde entstehen wird. Viele von ihnen wünschen sich sehnlichst, zurückzukehren und einige warten in der Tat nur auf das Ende des Schuljahres, um dies zu tun. Deshalb ist es so wichtig, ihnen dabei zu helfen, ihre zerstörten Häuser wieder neu aufzubauen.

Von Irmina Nockiewicz

 

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