São Tomé und Príncipe ist das zweitkleinste Land Afrikas. Der Inselstaat setzt sich aus zwei Hauptinseln zusammen und liegt vor der Westküste des afrikanischen Kontinents.
Weite Teile der Bevölkerung des krisengeschüttelten Landes, dessen Wirtschaft vor allem vom Tourismus und von der Landwirtschaft abhängig ist, leben in Armut. Da fast alle Güter importiert werden müssen, sind die Preise sehr hoch.
70 Prozent der ca. 220.000 Einwohner sind jünger als 30 Jahre. Ihnen eine Perspektive zu bieten, ist eine Herausforderung. Es ist schwierig, ihnen Zugang zu einer guten Schulbildung und angemessenen medizinischen Versorgung zu verschaffen und genügend Arbeitsplätze und Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Die Katholische Kirche versucht, den Menschen Hoffnung zu schenken. Da das Land klein ist, gibt es nur eine einzige Diözese. Die Bevölkerungsmehrheit ist katholisch, allerdings breiten sich Sekten und Pfingstkirchen immer weiter aus. Bischof Manuel António Mendes dos Santos, der inzwischen in den Ruhestand gegangen ist, erklärte uns einmal: „Das ist nicht verwunderlich, wenn man die magisch-animistische Kultur berücksichtigt, die für die allgemeine Bevölkerung charakteristisch ist. Vor allem Jugendliche lassen sich leicht von den Adventisten begeistern, die eine auf der Bibel basierende Gemeinschaft sind, während andere sich von Religionen anziehen lassen, die böse Geister vertreiben und Glück und Erfolg im Leben versprechen.“







