Die Kinderbibel bringt seit 45 Jahren Millionen Kindern die Liebe Gottes näher

24/05/2024 Leuven – Der Vatikan bereitet sich darauf vor, den ersten Weltkindertag am 25. und 26. Mai zu feiern. Papst Franziskus betont in seiner diesbezüglichen Botschaft die Kostbarkeit jedes Kindes in Gottes Augen. 1979 gab Kirche in Not anlässlich des „Internationalen Jahres des Kindes“ die Kinderbibel heraus, um die pastorale Arbeit der Kirche zu unterstützen. Seitdem haben Millionen von Kindern gelernt, in ihrer eigenen Sprache zu beten, indem sie die Kinderbibel in einer der fast 200 Sprachen gelesen haben, in die sie übersetzt ist. Dies zeigen Zeugnisse aus der ganzen Welt.

 

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Als gläubiger Katholik in Kuba zu leben kann schwierig sein, – und die Entscheidung, Priester zu werden, fußt meistens auf einem tiefen und reifen Glauben. Als Rolando Montes de Oca ins Priesterseminar eintrat, war jedoch das Buch, das er mitnahm, die „Kinderbibel – Gott spricht zu seinen Kindern“, herausgegeben von Kirche in Not. „Ich war noch ein Kind, doch ich werde nie vergessen, wie unser Pfarrer kam und mir die Kinderbibel schenkte. Durch diese Bibel lernte ich den Herrn kennen, die Geschichte der Erlösung, und mit ihr verliebte ich mich in Gott. Dieser Gott, zu dem ich meine Liebe entdeckt hatte, erweckte in mir die Berufung, Priester zu werden, und dies ist die Bibel, die ich mit ins Priesterseminar genommen habe. Natürlich musste ich später andere, vollständigere Bibeln verwenden, doch diese bleibt weiterhin meine Lieblingsbibel, weil es die Bibel ist, durch die ich Jesus Christus kennengelernt habe“, sagte der Priester im Gespräch mit Kirche in Not.

Er war eines von vielen Dutzend Millionen Kindern, die durch die Kinderbibel von Kirche in Not etwas über Jesus erfahren haben. Für zahlreiche Kinder auf der ganzen Welt ist die Kinderbibel das einzige Buch, das sie besitzen.

 

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Pater Henrique Uggé, ein italienischer Missionar, der mit dem indigenen Volk der Sateré-Mawé im Amazonasgebiet arbeitet, erklärte: „Wir alle hören, lesen und meditieren das Wort Gottes gerne in unserer eigenen Sprache, in unserem eigenen kulturellen und geschichtlichen Kontext“, und fügte hinzu, dass die Kinderbibel auch ein bedeutsames kulturelles Werkzeug sei, weil viele der in den Übersetzungen verwendeten Begriffe allmählich nicht mehr verwendet würden und auf diesem Weg für die kommenden Generationen erhalten blieben.

Die Kinderbibel wurde erstmals 1979 von Kirche in Not anlässlich des „Internationalen Jahres des Kindes“ herausgegeben und der dritten Vollversammlung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz im mexikanischen Puebla zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel, die seelsorgerische Arbeit der Kirche zu unterstützen. Dank der großzügigen Spenden der Wohltäter von Kirche in Not wurde diese Bibel seitdem in 194 verschiedene Sprachen und Dialekte übersetzt, von der assyrischen Sprache, die jener von Jesus gesprochenen Sprache am nächsten kommt, bis hin zu Zulu. Wenn man bedenkt, dass eine Bibel in vielen Fällen nicht nur von dem Kind gelesen wird, dass sie erhalten hat, sondern auch von Geschwistern und weiteren Angehörigen, so sind die 51 Millionen Exemplare, die seit Beginn des Projektes vor 45 Jahren gedruckt und verteilt worden sind, einem viel größeren Publikum nahegebracht worden.

 

Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstachtung bei den Kindern

 

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In vielen Fällen ist die Kinderbibel das einzige Schriftstück in einer bestimmten Sprache. Deshalb ist sie besonders wichtig, denn so können Kinder ihren Glauben in derselben Sprache kennenlernen, die sie mit ihren Eltern und innerhalb ihrer Gemeinschaften sprechen.

Lilian Omari von der Missionsgemeinschaft des Hl. Apostels Paulus erzählte Kirche in Not, wie sie dieses Hilfsmittel bei ihrer Arbeit mit dem Hirtenvolk der Turkana im Norden Kenias nutzt. „Weil es bebildert ist, können sie das Buch ansehen, durchblättern, berühren und fühlen, und sogar dem Wort zuhören. Es ist eines der Mittel, die uns dabei geholfen haben, in dieser Region den Katechismus zu vermitteln, weil hier viele der Kinder nicht zur Schule gegangen sind und nur Turkana sprechen.“ Sie fügt hinzu: „Wir sind allen Wohltätern sehr dankbar, die dieses Projekt unterstützt und es ermöglicht haben, die Kinderbibel in verschiedene Sprachen übersetzen zu lassen.“

In Ländern, in denen große Teile der Bevölkerung nicht die offizielle Amtssprache sprechen, wie beispielsweise in Südmexiko, wo Tzeltal die Muttersprache von rund einer halben Million Indigenen ist, oder in Amazonien, wo zahlreiche Stämme immer noch relativ abgeschieden von der Außenwelt leben, kann der Zugang zum Wort Gottes in der jeweils eigenen Sprache Vertrauen schaffen und den Menschen zeigen, dass das Christentum keine vom Ausland aufgezwungene Bürde bedeutet. Alfred Ajuong Mangui, ein Katechet in der Diözese Rumbek, im Südsudan, sprach über die diesbezügliche Entwicklung der Kinder in seinem Katechismusunterricht. „Mit der Kinderbibel sieht man, wie die Kinder mit Ehrfurcht aufwachsen. Und auf der Grundlage dieses Respekts entwickeln sie andere Fähigkeiten und eine bestimmte Lebensweise.“

 

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Die Kinderbibel ist eines der am längsten laufenden Projekte von Kirche in Not. Das Buch wurde bereits in 194 Sprachen in Umlauf gebracht, doch das päpstliche Hilfswerk arbeitet weiterhin daran, noch mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, zu erfahren, wie sehr Gott sie liebt, und ihnen zu helfen, Ihn ebenso zu lieben.

Bestellen Sie 1 Kinderbibel von Kirche in Not und machen Sie 5 Kindern in der Weltkirche eine Freude mit einer Kinderbibel!

 

 

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