Hilfen für Flüchtlingskinder
Neben der unmittelbaren Nothilfe reagiert Kirche in Not auch auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Familien. Ein weiteres geplantes Projekt sieht vor, Pakete mit Bibeln und Spielen zu verteilen. Sie sollen Kindern helfen, die Erlebnisse von Flucht und Gewalt besser zu verarbeiten und Familien in der Ausnahmesituation Halt geben.
Die aktuellen Maßnahmen bauen auf der langjährigen Hilfe des Hilfswerks im Libanon auf. Bereits bei der Eskalation im Jahr 2024 infolge des Gazakriegs stellte Kirche in Not mehr als vier Millionen Euro für 72 Projekte bereit – darunter Hilfen für Schulen, Lebensmittelversorgung, medizinische Betreuung und Traumabegleitung. Angesichts der aktuellen Entwicklung rechnen die Partner vor Ort nun mit einem deutlich höheren Bedarf.
„Unsere Stärke ist, dass wir bleiben“
Charakteristisch für die Arbeit von Kirche in Not ist der langfristige Ansatz. „Unsere große Stärke ist, dass wir bleiben“, betonen die Verantwortlichen. Viele laufende Projekte – etwa die Unterstützung katholischer Schulen oder pastorale Angebote mit psychologischer Begleitung – haben bereits einen ausgeprägten Notfallcharakter und werden auch in der aktuellen Situation fortgeführt.
Die Lage im Libanon bleibt unterdessen angespannt. Vertriebene sind im ganzen Land verteilt, die Zahl der Hilfsbedürftigen verändert sich ständig. Umso wichtiger ist die enge Abstimmung mit lokalen Partnern und anderen Hilfsorganisationen. Klar ist jedoch: Die Kirche bleibt für viele Menschen ein zentraler Anlaufpunkt – und Kirche in Not unterstützt sie dabei, diese Rolle auch unter erschwerten Bedingungen wahrzunehmen.