Die Sorge unter Christen erstreckt sich auch auf Syrien, wo die Palmsonntagsprozessionen in mehreren Städten, darunter Damaskus und Aleppo, aufgrund der anhaltenden Unsicherheit und als Zeichen der Solidarität nach einem kürzlichen Angriff auf eine christliche Stadt abgesagt wurden. Liturgische Feiern fanden in den Kirchen in einer Atmosphäre der Vorsicht und des Gebets statt.
Der Angriff auf die Stadt Suqaylabiyah (Sqelbiyeh) in der Provinz Hama ereignete sich in der Nacht des 28. März. Laut lokalen Quellen griffen Bewohner einer Nachbargemeinde die Stadt nach einem Streit an. Mehrere Geschäfte wurden geplündert und eine Marienstatue zerstört. Die Lage konnte schließlich unter Kontrolle gebracht werden, doch der Vorfall löste große Besorgnis in der überwiegend christlichen Bevölkerung aus.
Pater Dimitrios, ein Priester aus Sqelbiyeh und Projektpartner von Kirche in Not, erklärte gegenüber der Hilfsorganisation, der Angriff sei unerwartet gekommen und es habe in den Tagen zuvor keine deutlichen Warnzeichen gegeben. Obwohl es in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle gegeben habe, seien diese selten gewesen. Laut dem Priester beeinflusste Hetze in den sozialen Medien einige junge Menschen und trug zur Eskalation der Spannungen bei.
Der Priester betonte außerdem, dass die Beziehungen zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften in der Region im Allgemeinen gut seien und dass derzeit Anstrengungen unternommen würden, die Lage unter Kontrolle zu bringen. „Es gibt heute Besorgnis, Spannungen und auch etwas Angst, aber die Menschen sind in ihren Häusern geblieben“, sagte er. Er erklärte weiter, dass die Palmsonntagsfeiern im Freien aus Sicherheitsgründen abgesagt wurden, während Messen und Gebete in den Kirchen wie gewohnt stattfinden sollten.