Solidarität in Belgien mit verfolgten Christen weltweit

26/11/2024 Leuven – Die jährliche „Red Week“ fand in der Woche vom 17. bis 24. November statt. Viele Kirchen weltweit wurden rot beleuchtet und Gebetswachen wurden organisiert. In dieser Pressemitteilung können Sie nachlesen, was in der Welt passiert ist. Auch in Belgien beteiligten sich mehrere Kirchen.

Nachfolgend veröffentlichen wir einige Eindrücke aus Belgien. Wir hoffen, dass wir mit dieser jährlichen Initiative mehr Aufmerksamkeit auf das Gebet für unsere verfolgten Brüder und Schwestern weltweit lenken. Wenn Sie nächstes Jahr (wieder) teilnehmen möchten, kontaktieren Sie uns bitte über info@kircheinnot.be oder +32 (0) 16 39 50 50.

Abdij van Park, Leuven

Am Mittwoch, dem 20. November – dem „Red Wednesday“ – organisierte Kirche in Not in Anwesenheit von Erzbischof Luc Terlinden einen Film- und Diskussionsabend in Abdij van Park in Leuven, gefolgt von einer Gebetswache.

Der Erzbischof zitierte aus dem Bericht von Kirche in Not über Religionsfreiheit. Er betonte, wie wichtig es sei, auf die Notlage der verfolgten Kirche zu achten und drückte seine Trauer darüber aus, dass die Zahl der verfolgten Menschen tatsächlich zunehme. Später am Abend sagte er in seiner Predigt: „Die erste Mission zur Verkündigung des Evangeliums wird gemeinsam erlebt, als Kirche. Dies ist die Bedeutung unserer Gebetswache und der Aktion von Kirche in Not. Aus Treue zu Jesus wollen wir gemeinsam die Frohe Botschaft verkünden: die Auferstehung der Toten in Jesus. Und wir wollen unsere Solidarität zeigen mit allen Christen, die heute verfolgt werden, sowie mit jedem Menschen, der aufgrund seiner Gewissenstreue misshandelt wird.“

Anschließend gab ein Priester aus der Diözese Banmaw in Myanmar Zeugnis. Er erklärte, dass es in Myanmar derzeit 17 katholische Diözesen gebe, von denen jedoch nur 15 in Betrieb seien. Der Grund dafür ist die Unterdrückung durch das derzeitige Militärregime und die systematische Verfolgung der Kirche.

Um 20 Uhr zogen die Anwesenden in einer Kerzenlichtprozession zur Abteikirche, die in Blutrot, der Farbe der Märtyrer, erleuchtet war. Die Christenverfolgung im zweiten Jahrhundert führte zum Märtyrertod von Quirinus, einem römischen Tribun und Gefängniswärter. Im 13. Jahrhundert wurden Reliquien dieses Heiligen der Abtei von Park gespendet. Radio Maria übertrug die Gebetswache. Auch EWTN war anwesend.

Tongern

Tongeren 1
© Jos Collaer

Am Mittwoch, 20. November, fand ein Gebetsgottesdienst für die verfolgten Christen statt. Beim Betreten wurde die Liebfrauenbasilika durch mehrere rote Scheinwerfer blutrot. Es war ein Hinweis auf all das Blut, das weiterhin unnötig vergossen wird. Überall auf der Welt werden Christen verfolgt und getötet. Der Gebetsabend begann mit dem Film „Helden des Glaubens“ mit bewegenden Zeugnissen aus dem Irak, Nigeria, Pakistan und Sri Lanka. Angriffe, für ihren Glauben gefolterte und getötete Menschen, Märtyrer, … und Helden, die noch größeres Leid vermieden haben, indem sie einen Angriff auf Kosten ihres eigenen Lebens vereitelt haben.

Während des Eröffnungsliedes zündeten wir alle eine rote Kerze an, die wir als Zeichen der spirituellen Solidarität überreichten. Als wir der Lesung zuhörten, erfuhren wir, dass die Apostel ebenfalls inhaftiert waren und es ihnen verboten war, über ihren Glauben zu sprechen. Leider ist dies auch heute noch die Realität. Die Geschichte des Evangeliums erzählte uns vom Weizenkorn, das sterben muss, um neues Leben hervorzubringen, und dass der Vater ihn ehren wird, wenn jemand Jesus dient. Es wurde die Litanei aller Heiligen und insbesondere der Märtyrer gesungen. Hoffen wir, dass dieses Gebet der Welt mehr Frieden bringt, insbesondere den verfolgten Christen. (Jos Collaer)

Sint-Truiden

Sint truiden 1
© Wim Ceunen

Anlässlich der „Red Week“ wurde die Frauenkirche auf dem Grote Markt in Sint-Truiden vom 17. bis 24. November von hinten rot beleuchtet. Wir machten auf unsere Schwestern und Brüder aufmerksam, die in verschiedenen Ländern der Welt wegen ihres Glaubens leiden und verfolgt werden.

Zu dieser „Red Week“ gehörte auch das Fest des Schutzpatrons unserer Pastoraleinheit Sankt Trudo. Am Samstag, dem 23. November, dem Festtag des Heiligen Trudo, beteten wir im Rahmen der Fürbitte für alle verfolgten Christen. (Wim Ceunen)

Gistel

In der Sankt-Godeleva-Abtei in Gistel wurde die Abteikirche sowohl von außen als auch von innen rot beleuchtet. Am Morgen wurde eine Heilige Messe mit Fürbitten für die verfolgten Christen gefeiert. Der Rosenkranz wurde mit Aufmerksamkeit für verfolgte Christen gebetet. Um 17:30 Uhr wurde die Vesper mit der Liturgie der Märtyrer gefeiert. Anschließend fand eine stille Anbetung vor dem Allerheiligsten Sakrament statt. Die heilige Godeleva war eine Märtyrerin.

Brüssel

Um 18:15 Uhr wurde in der Brüsseler Katharinenkirche eine Heilige Messe zugunsten verfolgter Christen weltweit gefeiert. Anschließend gab es eine Gebetswache mit Anbetung vor dem Allerheiligsten Sakrament, mit einigen Liedern und Gebeten. Auch die heilige Katharina von Alexandria war eine Märtyrerin.

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