Kardinal Kurt Koch zum Präsidenten von Kirche in Not ernannt

Kardinal Koch ist seit vielen Jahren ein Freund von Kirche in Not und bringt einen reichen Erfahrungsschatz im Bereich des ökumenischen und interreligösen Dialogs mit.

Die päpstliche Stiftung Kirche in Not (ACN) hat Papst Leo XIV. für die Ernennung von Kardinal Kurt Koch zum neuen Präsidenten ihre Dankbarkeit ausgesprochen. Der 75-jährige Kardinal folgt auf Kardinal Mauro Piacenza, der das Hilfswerk 14 Jahre lang als erster Präsident seit der Umwandlung von Kirche in Not in eine päpstliche Stiftung geleitet hatte.

Kardinal Kurt Koch wurde 1950 im schweizerischen Kanton Luzern geboren. Er absolvierte sein Studium in Deutschland und der Schweiz und wurde 1982 zum Priester geweiht. 1995 wurde er nach der Weihe durch Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Basel ernannt und 2010 von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal kreiert.

Der Kardinal ist für Kirche in Not kein Unbekannter und hat seit Jahren eng mit dem katholischen Hilfswerk zusammengearbeitet, insbesondere mit den nationalen Büros in der Schweiz und in Deutschland. Unter anderem hat er dabei an Konferenzen teilgenommen und Pilgerreisen geleitet.

Kardinal Koch ist seit 2010 Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen und Präsident der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. Ökumenische und interreligiöse Beziehungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Mission von Kirche in Not, insbesondere in Ländern, in denen Christen oder Katholiken eine Minderheit darstellen.

„Wir freuen uns sehr darauf, Kardinal Koch als unseren Präsidenten zu haben, und auf die Führung, die er unserer Mission für verfolgte und leidende Christen auf der ganzen Welt geben kann. Wir sind Papst Leo für diese Ernennung und sein Interesse an unserer Arbeit dankbar“, so die geschäftsführende Präsidentin von Kirche in Not, Regina Lynch.

Kurt koch © vatican media

Kardinal Kurt Koch © Vatican Media

Die Ernennung durch den Papst erfolgte nach dem Rücktritt von Kardinal Mauro Piacenza (81) von dem Amt, das er seit 2011 innehatte. In seinem letzten Jahr als Präsident von Kirche in Not sprach Kardinal Piacenza während der Jubiläumswallfahrt nach Rom im Mai zu Tausenden von Wohltätern und Mitarbeitern der Stiftung. Er erinnerte sie daran, dass „die Mission von Kirche in Not genau darin besteht: Christus in seinem Heilswerk zu unterstützen, Ihm zu helfen, bekannt und geliebt zu werden, Christus dabei zu helfen, die Menschheit zu retten, indem wir das Leben der Kirche unterstützen, insbesondere dort, wo sie mit den größten Schwierigkeiten konfrontiert ist“.

Laut Regina Lynch hatte „Kirche in Not in Kardinal Piacenza stets einen beständigen und vertrauenswürdigen Mentor und Präsidenten. Der Kardinal zeigte großes Interesse an unserer Arbeit und stand uns mit Rat und Tat zur Seite“. Sie fügte hinzu: „Kardinal Piacenza war stets ein großer Unterstützer der Initiativen von Kirche in Not, wie beispielsweise der Aktion ‚Eine Million Kinder beten den Rosenkranz‘ und der Kampagnen für den Nahen Osten, und wir sind ihm sehr dankbar für seinen Einsatz für leidende und verfolgte Christen. Er ist und bleibt in unseren Gebeten.“

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