Erdbeben erschüttert Flores in Indonesien: Katholische Gemeinde trauert und leistet Hilfe

Auf der indonesischen Insel Flores ist die Zahl der Todesopfer des schweren Erdbebens vom Samstag, dem 15. August, auf über 73 gestiegen. Mehr als 1.000 Menschen wurden verletzt, und Hunderte von Häusern und Gebäuden wurden beschädigt – just in dem Moment, als Indonesien seinen 81. Unabhängigkeitstag feierte.

Der indonesische Priester Liberatus Mayabubun studiert derzeit dank eines Stipendiums von Kirche in Not in Leuven und kennt die Insel Flores gut.

Photo – caritas of the diocese of ruteng establishes a disaster relief service post in front of the ruteng regional general hospital rsud east nusa tenggara

Notfall-Hilfsstelle der Caritas-Niederlassung der Diözese Ruteng, Ost-Nusa Tenggara © Caritas Indonesien

Schweres Beben, Hunderte von Nachbeben

Das Beben der Stärke 7,7 ereignete sich am Samstagmorgen in einer Tiefe von knapp 10 Kilometern nordöstlich von Mbay. Eine Tsunamiwarnung wurde schnell aufgehoben, doch seitdem haben die Behörden mehr als 1.500 Nachbeben gezählt. Über 1.300 Häuser wurden beschädigt, fast 250 davon vollständig zerstört, und etwa 5.000 Menschen befinden sich in Notunterkünften. Die Provinz rief den Notstand aus. Für viele Bewohner weckte die Katastrophe Erinnerungen an das verheerende Erdbeben und den Tsunami von 1992, die Flores heimsuchten und rund 2.500 Menschenleben forderten.

Fast 1.500 Soldaten und Polizisten wurden eingesetzt, und in Ruteng wurden Notkrankenhäuser eingerichtet. Die abgelegene Insel Palue, nahe dem Epizentrum, war erst am Sonntagabend nach einer Fahrt über durch Erdrutsche blockierte Straßen erreichbar; dort gab es ein Todesopfer und fast 150 zerstörte Häuser.

Eine katholische Insel in einem islamischen Land

Obwohl Indonesien überwiegend islamisch ist, bilden Katholiken auf Flores die überwältigende Mehrheit – ein Erbe der portugiesischen und später niederländischen Kolonialisierung ab dem 16. Jahrhundert. Folglich beschädigte das Erdbeben nicht nur Wohnhäuser, sondern auch zahlreiche Kirchengebäude.

Kirche in Not unterstützt seit Langem Projekte auf Flores, wie beispielsweise eine Dorfkapelle in Golo Popa, eine Pfarrkirche in Compang sowie die Ausbildung von Novizen und Seminaristen in Larantuka und der Diözese Maumere.

Auch die Kirche selbst ist schwer betroffen

Die indonesische Kirche reagierte umgehend: Das Caritas-Netzwerk rief die höchste interne Notfallstufe aus und richtete Hilfsstellen in den betroffenen Diözesen ein. In der Erzdiözese Ende wurden mindestens zwanzig Kirchen beschädigt, in der Diözese Ruteng mehr als fünfzig, darunter die Kathedrale. Gottesdienste dürfen daher vorübergehend nicht in Kirchengebäuden stattfinden.

Photo – the archbishop of ende visits an evacuation site for earthquake affected residents in nagekeo regency east nusa tenggara

Der Erzbischof von Ende besucht eine Notunterkunft für Erdbebenopfer in Nagekeo, Ost-Nusa Tenggara © Caritas Indonesien

Hier können Sie für die Nothilfe in Indonesien spenden:

Dies ist ein Hilfsprojekt, das nicht steuerlich absetzbar ist.

Nothilfe acn qrcode

Sie können auch überweisen an:

Kirche in Not V.o.G.
IBAN: BE91 4176 0144 9176
BIC: KREDBEBB
Mitteilung: INDO-26

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