Die Rückmeldungen, die Kirche in Not bereits erreicht haben, zeigen, wie diese weltweite Gebetskette in ganz unterschiedlichen Teilen der Welt Gestalt annimmt. Im Sudan, wo der Krieg der Bevölkerung weiterhin enormes Leid zufügt, hat Pater Franck Mandozi aus der Pastoralregion Kosti bestätigt, dass Kinder aus verschiedenen Pfarreien und Schulen teilnehmen werden: „Der Sudan und viele andere Teile der Welt benötigen die Fürsprache Unserer Lieben Frau für den Frieden. Deshalb werden wir die Kinder in unseren Pfarreien und Schulen ermutigen, sich an dieser Kampagne zu beteiligen“, schrieb er an Kirche in Not.
Tausende Kilometer entfernt, in einer Tsimané-Indigenengemeinschaft im bolivianischen Amazonasgebiet, berichtet Schwester Patricia Alejandra Botello López, dass der Rosenkranz bereits mit den Kindern sowohl auf Tsimané als auch auf Spanisch gebetet wird. „Wir beten ihn bereits seit vor dem 13. Mai in beiden Sprachen, weil Bolivien seit Monaten eine dramatische Situation erlebt. Nun werden wir dieses Gebet noch verstärken, um uns geistlich mit euch zu vereinen“, erklärte sie gegenüber Kirche in Not.
In Simbabwe wird die Pfarrei St. Christopher im Erzbistum Bulawayo am Sonntag, dem 4. Oktober, Kinder zu einem gemeinsamen Rosenkranzgebet versammeln. Für Pfarrer Charles Mafurutu endet die Initiative jedoch nicht an diesem Tag. In den darauffolgenden Wochen möchte er abgelegene Gemeinden und Messstationen besuchen, die teilweise viele Kilometer voneinander entfernt liegen, um mit den Kindern dort für den Frieden den Rosenkranz zu beten.
In Paraguay plant Radio Pa’i Puku nicht nur, die Kampagne wie schon seit mehreren Jahren über den Äther bekannt zu machen, sondern auch den von Kindern in der Pfarrei San Eugenio de Mazenod gebeteten Rosenkranz live zu übertragen. Darüber hinaus sollen Familien, Pfarreien, Schulen und Katecheten eingeladen werden, sich anzuschließen.
Ähnliche Nachrichten haben Kirche in Not auch aus Äthiopien, Mosambik und Sierra Leone sowie aus weiteren Ländern erreicht. Sie kommen aus Regionen mit sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten, teilen jedoch dieselbe Überzeugung: Angesichts der gewaltigen Herausforderungen, vor denen so viele Menschen stehen, ist das Gebet nichts Nebensächliches. Es ist notwendig.
Die Kampagne ist inspiriert von einem Wort, das dem heiligen Pater Pio zugeschrieben wird: „Wenn eine Million Kinder den Rosenkranz beten, wird sich die Welt verändern.“ Die Initiative entstand 2005 in Venezuela und hat sich seitdem zu einer weltweiten Gebetsbewegung entwickelt, an der Familien, Pfarreien, Schulen und Kindergruppen auf allen Kontinenten teilnehmen.