Eine katholische Insel in einem islamischen Land
Obwohl Indonesien überwiegend islamisch ist, bilden Katholiken auf Flores die überwältigende Mehrheit – ein Erbe der portugiesischen und später niederländischen Kolonialisierung ab dem 16. Jahrhundert. Folglich beschädigte das Erdbeben nicht nur Wohnhäuser, sondern auch zahlreiche Kirchengebäude.
Kirche in Not unterstützt seit Langem Projekte auf Flores, wie beispielsweise eine Dorfkapelle in Golo Popa, eine Pfarrkirche in Compang sowie die Ausbildung von Novizen und Seminaristen in Larantuka und der Diözese Maumere.
Auch die Kirche selbst ist schwer betroffen
Die indonesische Kirche reagierte umgehend: Das Caritas-Netzwerk rief die höchste interne Notfallstufe aus und richtete Hilfsstellen in den betroffenen Diözesen ein. In der Erzdiözese Ende wurden mindestens zwanzig Kirchen beschädigt, in der Diözese Ruteng mehr als fünfzig, darunter die Kathedrale. Gottesdienste dürfen daher vorübergehend nicht in Kirchengebäuden stattfinden.